Johann Krische musste vor Weihnachten um seine Enkelin bangen und will sich nun bei den Rettern bedanken.
Es waren Szenen, die man nicht erleben will: „Meine Enkelin hat fast keine Luft mehr bekommen und war nahe am Atemstillstand“, schildert Johann Krische (64) der „Steirerkrone“ jene bangen Momente, die seine Familie am frühen Abend des 22. Dezember in Murau durchleben mussten. Enkelin Leonie (14) leidet seit drei Jahren an Knochenkrebs, ein Teil ihrer Lunge musste entfernt werden, sie schwebt beim kleinsten Zeichen von Atemnot in Lebensgefahr.
Bange Minuten, bis der Notarzt eintraf
So wie in jenen bangen Minuten kurz nach 18 Uhr. In größter Sorge alarmierten Opa Johann und Mama Eva-Maria sofort die Rettung, die so schnell da war, dass es die Familie kaum glauben konnte. „Innerhalb von nur zehn Minuten war der Notarzt bei uns, hat sofort intubiert und eine Infusion gelegt. Es war unglaublich, wie schnell das alles ging“, erklärt der Großvater.
Man will sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn die Hilfe nicht so rasch da gewesen wäre.
Großvater Johann Krische
„Man will sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn die Hilfe nicht so rasch da gewesen wäre.“ Zuletzt gab es immer wieder Horrormeldungen von Verletzten oder Kranken, die zu lange auf den Notarzt warten mussten - vor allem im ländlichen Raum. Nicht so an diesem Abend in Murau.
Christophorus sorgte für raschen Transport
Nach der schnellen Hilfe durch den Notarzt wurde zum raschen Weitertransport ins LKH Hochsteiermark ein Hubschrauber angefordert, der wegen Nebels zunächst nicht starten konnte. Als ein Rettungswagen für den Transport bereits auf dem Weg war, kam plötzlich die Nachricht, dass der Helikopter doch abheben konnte.
Die Flugretter überstellten Leonie und Mama Eva-Maria ins Krankenhaus nach Leoben - rund eine Stunde nachdem die Familie den Notruf abgesetzt hatte. Dort blieben die beiden zur weiteren Behandlung und zur Beobachtung.
Am 24. Dezember war unsere Leonie wieder zu Hause. Das war unser kleines Weihnachtswunder.
Großvater Johann Krische
„Am 24. Dezember war unsere Leonie wieder zu Hause. Das war unser kleines Weihnachtswunder“, so Johann Krische. „Ich möchte mich recht herzlich bei allen beteiligten Einsatzkräften bedanken. Man liest oft, dass das mit dem Notarzt nicht so richtig klappt, aber bei uns hat alles schnell und gut funktioniert. Ein riesiges Dankeschön dafür!“
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