Einfach einzigartig

Goldfalke, Riesenspinne & Co.: Katar-WM ist anders

Goldfalke, Kamelpolizei, Luxusschlitten für die Exekutive, Riesenspinne - die WM in Katar ist anders. Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Peter Klöbl.

Einzigartig - das war diese WM seit der Vergabe. Und nach knapp zehn Tagen in Doha kann man sagen: „Ja, diese WM ist wirklich einzigartig!“ Wo sonst auf dieser Erde wird man noch bei der Ankunft am Flughafen von einem überdimensionalen goldenen Falken begrüßt? Und apropos Gold: Wo sieht man sonst noch im normalen Straßenbild Karossen mit goldenen Türgriffen und goldenem Logo auf der Kühlerhaube?

Weil wir gerade bei Autos sind: Einzigartig ebenfalls die fahrbaren Untersätze der eigens zur WM für die Fans installierten Turnierpolizei - wenn schon, denn schon, auch hier wird geprotzt, die Uniformierten sind mit dem Audi Q7 unterwegs. Klar, Katar ist an der Volkswagen-Gruppe beteiligt, dazu gehört auch Audi. Und irgendwie bietet sich dieser Wagen ja auch an - Q wie (im Englischen) Qatar, das passt zusammen.

Was die Polizei betrifft: Die ist hier nicht nur auf vier Rädern unterwegs (viele „schwere“ Einsatzfahrzeuge kommen von der oberösterreichischen Firma Rosenbauer, die auch den Flughafen mit ihren Feuerwehrautos ausstattet), sondern auch hoch zu Ross - oder im Falle des Wüstenstaates: hoch zu Kamel. Die Kamelpolizei ist meist zu repräsentativen Zwecken unterwegs, bei den Spielen steht man bei der Auffahrt der VVIP-Gäste - das sind jene besonders wichtigen VIPs, die mit dem Auto praktisch bis ins Stadion geführt werden.

Genug der Polizei, genug der Tiere, hinein ins Stadion. Wo nicht alles rein darf; Feuerzeuge zum Beispiel werden den Besuchern bei den Eingängen abgenommen. Umso verwunderlicher dann, dass es im Stadion-Pressezentrum einen Ausgang zur Smoking Area gibt. Rauchen? Wie? Ohne Feuerzeug? Auch dafür wurde eine Lösung gefunden, an den Aschenbecher-Tonnen hängen Sturm-Feuerzeuge - wind- und wetterfest, natürlich fixiert, man darf sie ja nicht ins Stadion mitnehmen. In ein Stadion, wo es auch Einzigartiges zu sehen gibt. Denn manche Ersatzbank gleicht mittlerweile einer Ersatztribüne, bei Kanadas 0:1 gegen Belgien standen bei der Hymne sage und schreibe 39 (!) Personen Seite an der Seite an der Linie

Wer der Einzigartigkeiten noch nicht genug hat: Im Hauptpressezentrum wird man von einer riesigen Spinne begrüßt (ein Kunstwerk der französischen Bildhauerin Louise Joséphine Bourgeois aus Marmor, Bronze und Edelstahl), auch einen Supermarkt gibt es - von Getränken, Süßigkeiten bis zum Rasierschaum (und einiges mehr) ist alles erhältlich. Auch einzigartig!

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