Der Skisprung-Winter geht am Wochenende im polnischen Wisla erstmals mit einem Mattenspringen los. Damen und Herren starten zum ersten Mal mit einem Viererpack gemeinsam in die neue Saison.
Not macht erfinderisch. Weil die Fußball-WM in Katar wichtige TV-Zeiten im November blockiert, geht der Skispringer-Zirkus völlig neue Wege. Der Weltcup erlebt am Wochenende den frühesten Start aller Zeiten. Und zum ersten Mal in der Geschichte wird in einem Mattenspringen um Punkte gekämpft. „Was für das Skispringen eine hervorragende Möglichkeit ist, uns als Ganzjahressport und dazu auch noch ausgesprochen nachhaltig zu präsentieren“, betont FIS-Renndirektor Sandro Pertile die Vorteile des ungewöhnlichen Auftakts.
Nachhaltig? Die neue Regel, dass im Weltcup auch auf Mattenschanzen gesprungen werden darf, hilft Veranstaltern, Energie zu sparen und sich klimafreundlich zu präsentieren. Wisla verzichtet deswegen auf die teure Produktion von Kunstschnee.
In Polen ist immer Party
Mit dem Auftakt im Heimatort von Adam Malysz geht Skisprung-Chef Pertile kein großes Risiko ein. Im Skisprung-verrückten Polen ist immer Party, die Wettkämpfe am Wochenende sind fast ausverkauft. Für die meisten Sportler ist es aber eine Notlösung. „Ich bin nicht der Überfan, mir wäre eine coole Winterlandschaft lieber. Ich freue mich aber trotzdem, dass es jetzt losgeht“, sagt Weltmeister Stefan Kraft. Olympia-Held Manuel Fettner sieht es ähnlich: „Die Vorfreude auf Kuusamo ist noch etwas größer als auf Wisla. Dort oben beginnt der Winter so richtig.“
Weltcupsiegerin Sara Marita Kramer freut sich über die Aufwertung. Die Damen starten erstmals mit den Herren in die Saison, Wisla erlebt gleich vier Springen: „Eine positive Entwicklung. Ich freue mich über jeden Wettkampf.“
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