Spende aus Lettland

Video: Ex-Bundesheer-Haubitze an Front in Ukraine

Österreich
27.09.2022 09:48

Vor rund einem Monat hat Lettland sechs Panzerhaubitzen des Typs M109A5Ö an die Ukraine gespendet. Waffen, die zuvor jahrzehntelang im Inventar des österreichischen Bundesheeres waren. Diese Haubitzen sind bereits an der Front im Einsatz, wie ein neu aufgetauchtes Video zeigt (siehe oben).

Erkennbar ist das ehemalige österreichische Geschütz in dem Video an dem charakteristischen Rauchabsauger, auch „bore evacuator“, nach der Mitte des Rohres. Wann das Video aufgenommen wurde, ist nicht bekannt, es zeigt das Geschütz aber im scharfen Schuss. 

Billig an Lettland verkauft 
Die sechs M109A5Ö des Bundesheeres hatten es bereits vor etwas mehr als einem Monat auf das ukrainische Schlachtfeld geschafft, nachdem sie 2017 an Lettland verkauft worden waren. Besser: verschleudert. Dem Vernehmen nach wurde damals für insgesamt 47 M109 nur ein Zehntel jenes Betrags eingenommen, der vor dem Verkauf in die Erneuerung gesteckt wurde. Der Deal hatte damals ein Volumen von rund sechs Millionen Euro, lettische Artilleristen wurden davor noch in Österreich ausgebildet.

Neutralität kein Thema
Eine Anfrage der „Krone“ bei der lettischen Botschaft ergab bereits im August, dass der Deal damals rechtlich sauber war. Die Endnutzer-Zertifikate Österreichs wurden zurückgelegt, Lettland schloss selbst neue mit der Herstellernation Großbritannien. Da Lettland keine kriegsführende Nation war und ist, und trotz Krim-Annektion der russische Überfall auf die Ukraine noch nicht erwartbar war, ist auch Österreichs Neutralität nicht berührt. Einzig der geringe Verkaufspreis - siehe oben - stößt Experten nach wie vor sauer auf.

Nur noch wenig Artillerie in Österreich
Bei den damals an Lettland exportierten Haubitzen handelte es sich um 155 mm Panzerhaubitzen M109A5Ö, Rechenstellenpanzer M109 und Fahrschulpanzer M109, von denen nun sechs Stück - vermutlich M109A5Ö - an der ukrainischen Front eingesetzt werden. In Österreich wurde die Artillerie in den vergangenen Jahren sukzessive zurückgebildet, rund 50 Stück Panzerhaubitzen sind hierzulande noch im Inventar.

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