Es ist ein Wechsel, der Fragen aufwirft. Yusuf Demir versucht erneut im Ausland sein Glück, Schonfrist darf sich der 19-Jährige bei Galatasaray Istanbul keine erwarten. Bei der Ankunft gab er sich wortkarg.
Das Türkei-Abenteuer startete Yusuf Demir wortkarg. Als der 19-Jährige am Mittwoch auf dem Istanbuler Flughafen eintraf, empfing ihn eine Schar Journalisten. Einer wusste den zunächst schweigsamen Wiener aus der Reserve zu locken: „Was denkst Du über den Transfer“, wollte er wissen. Auf englisch. Demir konterte: „Ich kann türkisch, warum fragst du auf englisch?“
Gut beraten?
Es ist ein Wechsel, der Fragen aufwirft - auch, ob Demir mit diesem Schritt gut beraten ist. Nach dem gescheiterten Barcelona-Gastspiel darf er sich bei seiner zweiten Auslands-Station keine Schonzeit erwarten: Nach dem 13. Platz in der Vorsaison ist der Erfolgsdruck beim 22-fachen türkischen Meister groß. Daher schlugen die „Aslanlar“ (deutsch: Löwen) am gestrigen, letzten Transfertag weitere fünfmal zu. Holten namhafte Spieler wie Juan Mata oder Mauro Icardi. Der argentinische Torjäger hatte bei Paris SG keine Zukunft mehr, muss auf keinen Cent seiner Jahresgage verzichten: Drei Millionen Euro übernimmt „Gala“, die restlichen fünf weiter PSG.
Dazu pochte der 29-Jährige auf 24-Stunden-Personenschutz für seine Familie und einen eigenen Koch. Extra-Würste, die es für Demir natürlich nicht gibt: „Ich bin glücklich über die Entscheidung“, sagte der Ex-Rapidler, der bis 2026 signierte, Grün-Weiß sechs Millionen Euro Ablöse einbringt.
Klarstellung von Peschek
Zur finanziellen Notwendigkeit des Transfers sagte Rapids Noch-Wirtschafts-Boss Christoph Peschek: „Es gab keinen wirtschaftlichen Druck, den Transfer tätigen zu müssen.“ Wie groß die sportliche Lücke ist? Darüber lässt sich streiten. Bäume hatte Demir in den letzten Monaten in Hütteldorf keine ausgerissen.








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