Jetzt ist der Strompreisdeckel vulgo Strompreisbremse fix: Ab dem 1. Dezember wird den österreichischen Haushalten ein Jahresstromverbrauch bis 2900 Kilowattstunden subventioniert, für darüber liegenden Verbrauch muss ungebremst bzw. ungedeckelt voll gezahlt werden. Gut oder schlecht? Es setzt manche Kritik, etwa auch von Wifo-Chef Gabriel Felbermayr, dem „Vater der Strompreisbremse“, der im vorliegenden Entwurf zu wenig Anreize zum Stromsparen sieht. Tatsächlich werden Single- oder 2-Personen-Haushalte die 2900-kWh-Grenze gar nicht erreichen, ihren Strom also voll subventioniert bekommen, und wenig motiviert sein, Strom zu sparen, während größere Haushalte ordentlich draufzahlen werden müssen. Auch „Krone“-Wirtschafts-Ressortleiter Dr. Georg Wailand kritisiert dieses Gießkannen-Prinzip. Er schreibt: „Das bedeutet viel für manche und zu wenig für andere.“ Er weist aber auch darauf hin, dass eine präzise Differenzierung administrativ aufwändig gewesen wäre. Was Wailand besonders kritisiert: Dass nun auch noch Staatshilfe bei Gas, Öl und sogar Pellets kommen soll. Damit seien wir schnurstracks auf dem Weg zu einem „Nanny-Staat“, wo es für alles Hilfe vom Staat gäbe. Unser satirischer „Herr Nimmerwurscht“ macht sich in der heutigen „Krone“ lustig, wenn er meint: „Bei dem breiten Angebot an Bremsen und Deckeln kennt sich niemand mehr aus. Langsam wird es Zeit für einen Bremsendeckel oder eine Deckelbremse.“ Da steckt einiger Ernst im Spaß. Denn wir werden noch lange, lange für diese Deckel zahlen. Wie es Wailand formuliert: „Wer vom Staat alles will, wird ihm eines Tages alles geben müssen.“
Brille vergessen. Sie behaupten, sie hätten ihre Brille oder ihre Kontaktlinsen vergessen und könnten deshalb etwas nicht lesen oder ausfüllen. Dabei könnten sie es auch mit Brille oder Kontaktlinsen nicht… Man glaubt es kaum: Eine Million Österreicher kann kaum schreiben und lesen! Diese Zahl wird heute anlässlich des Weltalphabetisierungstages wieder einmal ins Bewusstsein gerückt. Es handelt sich größtenteils um Landsleute, die ihre Schulpflicht erfüllt haben. Aber meist nicht mehr als ihren Namen schreiben können. Selbstständige Texte können sie nicht verfassen, auch keine Formulare ausfüllen. Häufig hat das Manko wenig oder nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun, sondern hängt mit individuellen, familiären, schulischen und gesellschaftlichen Faktoren zusammen. Man mag sich nicht vorstellen, was einem entgeht, wenn man weder schreiben noch lesen kann.
Kommen Sie gut durch den Donnerstag!









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