Ein 25-jähriger Braunauer, der sich im Darknet einen Vertrieb von Drogen aufgebaut hatte, stolperte schlussendlich über seine Unvorsichtigkeit. Polizisten konnten über ihn auch mehrere seiner Abnehmer ausforschen.
Die Netflix-Erfolgsserie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ war für einen Braunauer wohl genug Inspiration, um selbst einen florierenden Drogenhandel im Internet aufzubauen. Im sogenannten Darknet verkaufte der 25-Jährige seit mehreren Monaten mehr als ein halbes Kilogramm synthetische Drogen in Form von Amphetamin, aber auch Kokain, Marihuana und Cannabisharz.
Drogen im Zug geschmuggelt
Dazu versandte er die Drogen-Päckchen an deutsche Paketshops, die er unter falschem Namen angemietet hatte. Seine „Ware“ brachte er mit dem Zug nach Oberösterreich. Am Donnerstag wurde er im Bereich des Braunauer Bahnhofs von einem Streifendienst aufgrund seines auffälligen Verhaltens gestoppt und kontrolliert. In seinem Rucksack fanden sie versandfertige Drogen-Pakete.
Aggressiv gegen Polizei
Daraufhin wurde der Dealer immer aggressiver und versuchte, vor seiner Festnahme zu flüchten. Weit kam er aber nicht, und die Beamten konnten den Straftäter trotz massiver Gegenwehr festnehmen. Der junge Mann dürfte sich bei seiner „Arbeit“ ziemlich sicher gefühlt haben und lieferte der Polizei viele seiner Abnehmer praktisch auf dem Silbertablett.
Verkaufsliste in der Wohnung gefunden
Denn bei Durchsuchungen am Bahnhof und in seinem Zimmer konnten nicht nur weitere Drogen sichergestellt werden. Die Beamten stießen außerdem auf Versandvermerke, Verkaufslisten und Verpackungsmaterialien. So konnten gleich mehrere Abnehmer in ganz Österreich identifiziert werden. Zusätzlich konnten die Experten Datenträger sicherstellen und auswerten, die den Beschuldigten weiter belasten. Der Dealer wurde in die Justizanstalt Ried eingeliefert.










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