Do, 16. August 2018

Fall D.B.Cooper

04.08.2011 10:53

Frau ist überzeugt: "Mein Onkel war der Flugzeugentführer"

"Ich bin mir sicher, dass es mein Onkel war": Fast 40 Jahre nach einer spektakulären Flugzeugentführung in den USA hat Marla Cooper ihren Onkel der bislang unaufgeklärten Tat beschuldigt. Sie geht davon aus, dass ihr verstorbener Onkel Lynn Doyle Cooper 1971 eine Maschine der Fluglinie Northwest Orient entführte und mit 200.000 Dollar (heute knapp 140.000 Euro) Lösegeld mit einem Fallschirm entkam.

Erst am Montag hatte das FBI erklärt, dass es in dem Fall einer neuen heißen Spur nachgehe und bereits Fingerabdrücke abgleiche, um dem von den Medien als D.B. Cooper bezeichneten Entführer auf die Schliche zu kommen (siehe Infobox). Marla Cooper bestätigte nun in Interviews mit US-Medien, dass sie den Behörden einen Gitarrengurt und ein Foto ihres Onkels übergeben habe, den sie für den Täter halte.

Hatten etwas sehr Bösartiges geplant
Die Frau erklärte, sie könne sich an ein Gespräch ihrer beiden Onkel am Tag vor der Flugzeugentführung im Haus ihrer Großmutter im US-Bundesstaat Oregon erinnern - nicht weit von dem Ort entfernt, wo der Flugzeugentführer im Dunkel der Nacht aus der Boeing 727 sprang. "Meine beiden Onkel, die ich nur in den Ferien gesehen habe, haben etwas sehr Bösartiges geplant", sagte die Frau. Sie habe auch beobachtet, wie sie "sehr teure Funkgeräte" benutzten. Am nächsten Tag sei Lynn Doyle Cooper "blutig und verletzt und unordentlich" nach Hause gekommen - laut Marlas anderem Onkel nach einem Autounfall. Inzwischen gehe sie aber davon aus, dass er sich bei dem Fallschirmsprung verletzt habe.

Die damals Achtjährige fing an zu weinen, als sie ihrem verletzten Onkel gegenüberstand. Der zweite Onkel habe damals aber zu ihr gesagt, sie solle sich beruhigen und ihren Vater holen. Dieser habe sie dann darauf eingeschworen, den Vorfall geheim zu halten. Was ihre Onkel getan hätten, könnte ihren Tod bedeuten, soll der Vater ihr eindringlich klargemacht haben, wie sich die Frau heute erinnern will. Den Vorfall hatte sie danach jahrelang verdrängt.

Onkel danach nie wieder gesehen
Sie habe ihren Onkel auch über Geld sprechen hören, erzählte Cooper. "Ich habe gehört, dass mein Onkel gesagt hat: "Wir haben es getan, unsere Geldprobleme sind vorbei, wir haben ein Flugzeug entführt." Danach habe sie ihren Onkel nie wiedergesehen. Ihr sei gesagt worden, er sei 1999 gestorben.

Der Flugzeugentführer war am 24. November 1971 in Portland in Oregon in ein Flugzeug nach Seattle im benachbarten Bundesstaat Washington im äußersten Nordwesten der USA gestiegen. Er behauptete, er habe eine Bombe dabei, und zeigte einer Flugbegleiterin eine Tasche mit Drähten und roten Zylindern. Bei der Landung in Seattle wurden die Passagiere im Tausch gegen 200.000 Dollar Lösegeld und einen Fallschirm freigelassen. Als das Flugzeug auf seine Anweisung weiter Richtung Mexiko flog, sprang er in einer Höhe von rund 3.000 Metern ab. Er wurde nie gefunden.

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