Das Schockvideo eines Jägers, der im Innviertel einen Fuchs zu Tode tritt, sorgt seit einem Bericht der „Krone“ für große Aufregung. Der Landesjagdverband Oberösterreich kritisiert das nicht waidgerechte Verhalten des Jägers. Man habe aber selbst keine Möglichkeit, Verstöße zu sanktionieren.
Die Bilder des am Montag der „Krone“ zugespielten Videos schockieren. Ein junger Fuchs, der sich am 3. Juni in eine Mostschänke in Geinberg verirrt hatte, wird in dem Gebäude von einem Jagdhund lebensbedrohlich gebissen. Eine Männergruppe schaut interessiert zu, dann steigt einer von ihnen – ein Jäger – dem Fuchs auf den Schädel, das Jungtier ist tot. Die Anwesenden werden extra noch aufgefordert, vom Kadaver Fotos zu machen. Strafrechtliche Ermittlungen gegen den Jäger nach einer Anzeige wegen des Verdachtes der Tierquälerei werden von der Staatsanwaltschaft Ried eingestellt.
„Konnte im Gebäude ja nicht schießen“
Der „Krone“-Bericht über diesen Fall löste mehrheitlich Entsetzen aus. Auch Landesjägermeister Herbert Sieghartsleiter erfuhr erst jetzt davon und erkundigte sich bei den Jägern in Geinberg: „Die Aufnahmen schauen natürlich grässlich aus. Der Jäger versichert aber, dass er den Fuchs durch den Tritt nur schnell erlösen wollte. Er konnte in dem Gebäude ja auch nicht schießen.“ Waidgerecht sei das aber keinesfalls gewesen.
Sanktionen habe der Mann dafür aber auch vom Landesjagdverband nicht zu erwarten. „Uns sind in solchen Fällen völlig die Hände gebunden. Anders als in anderen Bundesländern haben wir in Oberösterreich leider keine Disziplinarordnung für Verstöße gegen waidgerechtes Verhalten“, betont Sieghartsleitner. Er fordere seit Jahren ein solches - und es gebe dazu Expertenvorschläge, die bisher alle abgelehnt wurden: „Wir brauchen aber unbedingt Möglichkeiten, gegen Jäger vorzugehen, die unserem Ruf Schaden zufügen.“















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