26.06.2022 06:00 |

Profi Fussballerin

Anja Veratschnig: „Ich kann nicht ohne Fußball!“

Schon als Kind hat Anja Veratschnig mit ihren Brüdern im Hof immer Fußball gespielt. Und als ein Trainer einen Bruder zum Training überreden wollte, hat sie einfach mitgemacht. In der neuen Episode unseres „Einwürfe“-Podcasts spricht die 29-jährige Mittelfeldspielerin von SK Austria Klagenfurt über ihre Leidenschaft und die Hochs und Tiefs ihrer Karriere.

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Ihre ersten Schritte im Profi-Fußball machte Anja Veratschnig bei ihrem Heimatclub SV Tainach und spielte dort bis zur U14 immer mit den Jungs zusammen. Mit dem Wechsel 2008 zum SV Magdalensberg startet ihre Karriere im Frauenfußball und wenige Monate später durfte sie sogar mit dem ASV St. Margarethen Bundesliga-Luft schnuppern. „Ich war halt noch sehr jung, aber ich konnte da sehr viel an Erfahrung mitnehmen“, erklärt Anja Veratschnig beim Podcast. 2011 dann der Wechsel zum SV Bleiburg: „In fünf Jahren konnten wir zweimal Kärntner Meister und dreimal Vizemeister werden. Gerade der erste Meistertitel war ein echtes Highlight“, erzählt sie stolz.

Sportliche Rückschläge
Leider blieb Anja nicht vom Verletzungspech verschont. Ihren ersten Kreuzbandriss hatte sie schon 2010 im Training: „Die Rückkehr war richtig hart. Erst neun Monate absolutes Sportverbot und dann hab ich noch einmal so lang gebraucht, um körperlich und psychisch wieder voll dazu zu sein und normal in Zweikämpfe gehen zu können.“ Ihr zweiter Kreuzbandriss 2012 warf sie noch mehr zurück. „Ich habe nach nur eineinhalb Monaten wieder versucht, zu trainieren und hab mir das Band gleich wieder gerissen. Es war eine schwere Zeit, auch mit Selbstzweifeln, aber ich habe nie das Ziel aus den Augen verloren, wieder auf den Platz zurückzukehren.“

Das Leben neben dem Sport
„2011 ist mein kleinster Bruder an Krebs erkrankt; da haben wir als Familie einiges mitgemacht. Und da ist in mir der Wunsch gewachsen, anderen Leute helfen zu wollen“, erzählt Anja Veratschnig. Deswegen machte sie statt eines Sportstudiums mit Ziel Nationalteam die Ausbildung zur Krankenpflegerin. „Ich bin da meinen Kollegen und der Station sehr dankbar, dass sie immer mit mir Dienste tauschen, damit ich es zu Training und Spielen schaffe“, lacht Anja. In ihrer Freizeit hilft sie sonst immer am Bauernhof der Familie aus und geht regelmäßig in die Kirche. „Da kann ich gut wieder herunterkommen und es gibt mir Kraft!“

Private und sportliche Highlights
„Ein ganz besonderer Moment war natürlich, als mein Bruder seine Krebserkrankung überstanden gehabt hat - da sind wir als Familie lange zusammen gesessen“, betont Anja. „Im Fußball waren es natürlich die Meistertitel mit Bleiburg, aber auch die letzte Saison mit SK Austria Klagenfurt.“ Fast bis zum Schluss konnten sie alle Spiele gewinnen - nur das entscheidende Spiel gegen Oberglan ging verloren: „Das war natürlich bitter, aber ich bin trotzdem sehr stolz, was wir mit unseren jungen Spielerinnen erreichen konnten!“

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