"Airpower11"

Besucherrekord, irre Show und (fast) keine Störche

Steiermark
02.07.2011 17:30
Mit Flugshow-Wetter, wie man es sich nur wünschen kann, ist am Samstag im obersteirischen Zeltweg die "Airpower11" in ihre zweite und letzte Runde gegangen. Sonne und Bewölkung wechselten einander ab, die Temperaturen waren angenehm - nicht zuletzt deshalb wurde wohl mit knapp 300.000 Menschen ein neuer Besucherrekord erreicht. Die "gefürchteten" Weißstörche zeigten sich - bis auf wenige Ausnahmen - kaum.

Die Erdwälle südlich entlang der Startbahn waren bereits Samstagmittag dicht besetzt, auch im Zwischengelände bei den Gastronomie-Ständen und den Static Displays der Fluggeräte wimmelte es vor Menschen. Besucher kamen nicht nur aus allen Teilen Österreichs, sondern auch aus Kroatien, Slowenien, der Slowakei, Polen, Deutschland, Tschechien, der Schweiz und Italien.

Gravierende medizinische Zwischenfälle unter den Flugfans wurden nicht vermeldet, lediglich einige Schwächeanfälle und kleinere Verletzungen. "Wenn es ähnlich heiß wäre wie zur Wochenmitte, hätten wir wahrscheinlich einige gesundheitliche Probleme mehr zu versorgen gehabt", meinte Bundesheer-Sprecher Oberstleutnant Edgar Strasser. Für die Besucher gab's ein Lob: "So viel Disziplin bei so vielen Menschen, das erleichtert die Abwicklung."

Verletzte Fallschirmspringer in stabilem Zustand
Am Programm wurde nach dem Fallschirmspringer-Unfall vom Freitag nichts gestrichen oder verändert. Organisationschef Brigadier Karl Gruber hatte bereits am Vorabend angekündigt, dass es beim Plan bleibe: "Es wäre das falsche Zeichen für die Soldaten, wenn wir die Luftlande-Übung am zweiten Flugtag nicht durchführen würden." Die beiden Kärntner Berufssoldaten waren in der Luft kollidiert und abgestürzt (siehe Story in der Infobox). Sie zogen sich Knochenbrüche zu und befanden sich am Samstag nach wie vor in stabilem Zustand.

Das Programm war an Tag zwei nahezu dasselbe wie am Freitag, nur das "Breitling Jet Team" kam noch hinzu. Hubschrauber, Jets etc. sorgten erneut mit waghalsigen Darbietungen von Loopings über irre Sturzflüge bis zu haarscharfen "Flügel-an-Flügel"-Manövern für Staunen unter den Besuchern.

Anreise-Staus auch am Samstag
Nachdem die Anreise per Auto bereits am Freitag relativ mühsam ausgefallen war, gab es auch am Samstag zähen Verkehr und teils kilometerlange Staus im Großraum Zeltweg. Zudem waren sämtliche Sonder-, Regel- und Shuttlezüge der ÖBB laut Sprecher Walter Mocnik "mehr als voll". Rund 110 Polizisten waren im Einsatz, um die Autos zu den rund 30.000 offiziellen Pkw-Parkplätzen zu leiten. Für Busse standen knapp 260, für Motorräder rund 500 Plätze zur Verfügung.

Von eventuellen Beeinträchtigungen oder Problemen durch Störche war auch am Samstag nichts zu hören. Wie schon am Freitag war den Tieren der Trubel wohl doch zu viel geworden. Bis auf den einen oder anderen Ausreißer (siehe weitere Bilder oben) dürften sie sich in ruhigere Gefilde zurückgezogen haben.

Steirer verpassten "Saudis" Andenken
Kollegiale Konsequenzen hatte die Beschädigung eines saudi-arabischen Abfangjägers durch Vogelschlag (wohl kein Storch). Nachdem an der "Nase" einer Maschine der "Royal Saudi Hawks" eine Delle mit Lackschäden entstanden war, machten sich österreichische Techniker an die Arbeit. Sie besserten nachts die Stelle aus und sprühten einen steirischen weiß-grünen Panther darauf. Die Gäste aus Saudi-Arabien kündigten an, ihn auf dem Jet zu belassen - als Erinnerung an ihren ersten Auftritt in Europa.

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