Steirische Erfindung

Blinklichter sorgen für Sicherheit auf Straßen

Unsichere Kreuzungen, schlechte Sichtbarkeit: Radfahren wird vor allem in den steirischen Städten immer beliebter, gleichzeitig sind im Vorjahr 25 Prozent mehr Radfahrer tödlich verunglückt als 2020. Das junge Grazer Unternehmen Flasher will mit intelligenten Blinkern nun das Radeln um einiges sicherer machen.

Man kennt die Situationen: Im Dämmerlicht braucht es starke Lichter, um auf der Straße gut sichtbar zu sein. Handzeichen an einer dunklen Kreuzung sind kaum erkennbar. 90 Prozent der Unfälle passieren laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit an Kreuzungen, 50 Radfahrer starben im Vorjahr österreichweit im Straßenverkehr.

Abhilfe schaffen wollen nun Ines Wöckl und Alexander Rech aus Graz. Sie haben mit Flasher smarte Armbänder entwickelt, die Rückfahr-, Bremslicht und Blinker in einem sind. „Dadurch bleiben die Hände am Lenker. Ein kurzes Anheben der Hand reicht, um den Blinker zu aktivieren. Ein abruptes Bremsmanöver löst die roten Rücklichter aus“, sagt Rech. Auch einen Jogging-Modus hat die Erfindung. Das klingt einfach, die Technik benötigt aber komplexe Algorithmen, um Bewegungen zu unterscheiden.

Ines Wöckl und Alexander Rech von Flasher

Lieferdienste zeigen Interesse
Um die Serienproduktion zu starten, braucht Flasher 50.000 Euro. Um 149 Euro kann man die Armbänder auf www.flasher.tech vorbestellen. „Vor allem Lieferdienste zeigen daran Interesse“, sagt Rech.