NS-Wiederbetätigung

Lehrling muss 200 Stunden Sozialdienst leisten

Bei Vergehen gegen das Verbotsgesetz kennen Oberösterreichs Ankläger keine Nachsicht. Drei Männer müssen sich alleine in der laufenden Woche wegen Hitler-Bildern und Nazi-Parolen auf ihren sozialen Kanälen vor Gericht verantworten. In Wels wurde am Mittwoch ein 20-Jähriger zu 200 Stunden Sozialdienst verdonnert.
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Social-Media-Plattformen sind ein beliebtes Feld für NS-Wiederbetätigung. Dem Kochlehrling aus Wels wurden 105 Fälle zur Last gelegt, in denen er einschlägige NS-Bilder und Sprachnachrichten in einer WhatsApp-Gruppe gepostet haben soll. Im Geschworenenprozess drohten ihm bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Der junge Mann, der sich nun der Religion zugewandt und diese Inhalte gelöscht hat, kam jedoch mit einer Diversion und 200 Sozialstunden davon. Der Staatsanwalt legte dagegen Beschwerde ein.

Rechtskräftig ist hingegen bereits ein Freispruch für einen 35-Jährigen in Steyr. Ihm konnte kein Vorsatz nachgewiesen werden.

Hitler auf der Tachonadel
In Linz steht heute, Donnerstag, ein 53-Jähriger wegen NS-Wiederbetätigung vor Gericht. Er soll Fotos mit Hakenkreuzen, Reichsadler und Hitler-Porträts verschickte haben. In einem Video wird Adolf Hitler als Tacho- und Drehzahlmesser-Figur gezeigt. Dieses Filmchen soll er in eine Gruppe mit 49 Mitgliedern gestellt haben.

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