Völlig „Banane“

Flüchtlingschaos in Hotel Ananas wird immer größer

Trotz baldiger Räumung wurden jetzt 100 neue Flüchtlinge beim Naschmarkt einquartiert! Die Sozialarbeiter vor Ort zeigten sich von ihren „Gästen“ völlig überrascht.

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Sie müssen am Freitag - so nicht doch noch ein kleines oder größeres Wunder passiert - alle ausziehen. Denn das Hotel Ananas beim Naschmarkt, seit Monaten temporäre Heimat für Kriegsvertriebene, wird geschlossen! „Bis heute wissen die insgesamt 400 Menschen nicht, wohin. Für sie ist das wie eine zweite Flucht ins Ungewisse“, befürchtet Cornelius Granig, ehrenamtlicher Präsident der „Ukraine Hilfe“.

Seine besonderen „Sorgenkinder“: Alte Menschen mit Behinderung, Mädchen und Buben mit speziellen Bedürfnissen, die dringend psychologische und ärztlicher Betreuung bedürfen. Wie berichtet, klingt der Name „Ananas“ vor allem Hinblick auf die karge Verpflegung wie Hohn. „Meine Schützlinge sind sehr dankbar und bescheiden“, bemüht sich Granig zu versichern. Mehr als der Hunger plagt die Hotel-Bewohner aber die Ungewissheit.

Die Ironie dieses drohenden Schicksals: Obwohl geräumt wird, wurden am Montag neuerlich und auch für die Sozialarbeiter überraschend 100 Flüchtlinge einquartiert. Ein Hoffnungsschimmer: Der 1971 gegründete Fonds für temporäres Wohnen der Stadt Wien mit dessen Geschäftsführer Stefan Hawla bietet via „Krone“ seine Kompetenz an.

Mark Perry
Mark Perry
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