22.06.2011 16:04 |

Kein Richterposten

Bandion-Ortner wird im August neuen Job antreten

Die Spekulationen um die berufliche Zukunft der ehemaligen Justizministerin Claudia Bandion-Ortner haben ein Ende. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird Bandion-Ortner ab 1. August bei der internationalen Anti-Korruptionsakademie (IACA) in Laxenburg bei Wien tätig sein. Dort soll sie ihre Kontakte als ehemalige Ministerin nutzen, um neue Staaten als Mitglieder der Akademie und damit als Beitragszahler anzuwerben.

Bandion-Ortner bleibt als Richterin dem Justizministerium zugeordnet, wird von dort aus aber an die IACA ausgeliehen - zum gleichen Gehalt, wie sie es als Richterin bekommen hätte, erklärte sie gegenüber der "Tiroler Tageszeitung".

Der neue Job sei keinesfalls als endgültiger Abschied vom Richteramt gedacht, so die 44-Jährige. An ihren früheren Arbeitsplatz am Wiener Landesgericht war sie nach dem Abschied aus der Bundesregierung Mitte April aus gesundheitlichen Gründen noch nicht zurückgekehrt. Als Diabetikerin habe sie zuerst versucht, ihre Blutwerte wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Bei der IACA wird die Ex-Ministerin dem Aufbaustab der Akademie zugeordnet. Unter der Leitung von Martin Kreutner, dem früheren Chef des zur Korruptionsbekämpfung eingerichteten Büros für interne Angelegenheiten im Innenministerium, sind dort Experten aus mehreren Staaten tätig - jeweils auf Kosten der Entsendeländer. Im Herbst soll nach Angaben Kreutners begonnen werden, die endgültigen Gremien der IACA aufzubauen. Derzeit hat die Akademie 52 Mitglieder, zahlreiche europäische Staaten sind der Einrichtung bisher nicht beigetreten.

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