Noch immer werden aufgrund von veralteten Rollenbildern manche Berufe Frauen und manch andere Berufe Männern zugeschrieben. Der Soroptimist Club Innsbruck und die Wirtschaftskammer Tirol wollen mit dem Meisterinnen-Förderpreis jene Frauen vor den Vorhang holen, die sich in einer vermeintlichen Männerdomäne durchgesetzt haben. Verliehen wurde er nun bereits zum dritten Mal.
Nach einem Studium der Sportwissenschaften fasste Tischlermeisterin Deuschle den Entschluss, mit 26 Jahren eine Lehre bei der Tischlerei Schweigl in Stams zu absolvieren.
Projekte von Anfang bis Ende verfolgt
„Im zweiten Lehrjahr wechselte ich in die Tischlereitechnik. So hatte ich einerseits die Möglichkeit, die Arbeiten im Büro zu erlernen, und war andererseits in der Werkstatt sowie Montage als auch in der Planung und Arbeitsvorbereitung tätig“, erzählt sie. So habe sie Projekte vom ersten Strich am Papier bis hin zur Montage verfolgen können.
Ich konnte Projekte vom ersten Strich aufs Papier bis zur Montage verfolgen.
Tamara Deuschle, Tischler-Meisterin
Derzeit arbeitet die Naturliebhaberin im Tiroler Landestheater hinter der Bühne als Requisiteurin. Früher oder später möchte sie sich als Möbeltischlerin selbstständig machen und mit Berufskollegen eine Gemeinschaftswerkstatt eröffnen. Außerdem arbeitet sie im Verein „Werkstattcouch“ in Innsbruck, wo sie Menschen bei ihren Projekten unterstützt. Deuschle gibt auch Berufsorientierungs-Workshops für Mädchen.








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