18.03.2022 06:32 |

Ein Stück Normalität

Bereits 1500 Geflüchtete in Österreichs Schulen

Die Zahl ukrainischer Kinder und Jugendlicher, die in Österreich die Schule besuchen, nimmt zu. Drei Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs sitzen mittlerweile 1500 Geflüchtete in heimischen Schulklassen, davon 800 in Wien. Nun sollen die Schüler so schnell wie möglich Deutsch lernen. Ein Vorteil: Im Gegensatz zu vielen Kindern in Deutschförderungsklassen sind sie durchwegs alphabetisiert und sprechen vielfach Englisch.

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Wo immer möglich sollen an den Schulen zunächst eigene Deutschförderklassen für die ukrainischen Kinder und Jugendlichen eingerichtet werden, damit diese so rasch wie möglich dem Regelunterricht folgen können. Immerhin handle es sich um eine große Gruppe von Quereinsteigern, die mitten unterm Schuljahr neu dazukomme und noch dazu spezifische Angebote brauche, das Bildungsministerium.

Neue Klassen in Volksschulen und AHS-Standorten
In Wien werden für die ukrainischen Schüler mit Montag drei zusätzliche Neu-in-Wien Klassen an Volksschulen und fünf an AHS-Standorten eröffnet, hieß es aus der Bildungsdirektion gegenüber der APA. Das Deutschlernen wird dabei zunächst allerdings nicht im Zentrum stehen. Nach den Erlebnissen der Kinder in den vergangenen Wochen sei es zunächst einmal wichtig, diese ins System zu holen und ihnen Normalität zu geben. Auch ukrainische Lehrer mit guten Deutschkenntnissen sollen neu aufgenommen werden.

Um die Geflüchteten am Weg ins österreichische Schulsystem möglichst unkompliziert zu unterstützen, wurden laut Ressort an den Bildungsdirektionen eigene Anlaufstellen eingerichtet. Außerdem werden derzeit die wichtigsten Informationen zum österreichischen Bildungssystem aufbereitet und auf Ukrainisch und Englisch übersetzt, damit die Familien die richtigen Anknüpfungspunkte im System finden.

Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) nach dem Besuch einer Volksschule und einer AHS in Klosterneuburg (NÖ): „Es ist schön zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft in Österreich ist.“ An dem Gymnasium, das der Minister am Donnerstag besucht hat, wurde etwa ein System eingerichtet, bei dem Mitschüler als Buddys den ukrainischen Jugendlichen das Ankommen erleichtern sollen.

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