So, 24. Juni 2018

Wieder bei Vernunft

31.05.2011 14:22

Lewis Hamilton entschuldigt sich für verbalen Ausraster

Nach seinem verpatzten Rennwochenende in Monte Carlo und dem anschließenden verbalen Amoklauf ist McLaren-Pilot Lewis Hamilton am Dienstag offenbar wieder zur Vernunft gekommen. Der 26-Jährige Brite hat sich via Twitter bei seinen von ihm heftig kritisierten Konkurrenten Felipe Massa und Pastor Maldonado entschuldigt.

"Diese Fahrer sind lächerlich. Das ist dumm", hatte Hamilton nach dem Rennen in Richtung Massa und Maldonado zu Protokoll gegeben. Nun folgte die Entschuldigung des aktuellen WM-Zweiten. "An Massa und Maldonado: Mit dem Ausdruck größten Respekts entschuldige ich mich dafür, wenn ich euch beleidigt haben sollte. Ihr seid beide fantastische Fahrer, die ich sehr schätze", schrieb der aktuelle WM-Zweite.

Hamilton war im Chaos-Grand-Prix nicht über Rang sechs hinausgekommen und war neben den Mercedes-Piloten einer der großen Verlierer des Formel-1-Klassikers an der Cote d'Azur. Der Ex-Weltmeister sprach danach vom "schlechtesten Wochenende meiner Karriere" und holte zum verbalen Rundumschlag aus.

Völlig verunglückter Scherz
"In sechs Rennen musste ich fünfmal bei den Stewarts vorsprechen. Das ist ein Witz", wetterte sich Hamilton am Sonntag und brachte auch noch einen etwas verunglückten Scherz an. Auf die Frage, ob er wisse, warum man seinen aggressiven Fahrstil heuer so genau unter die Lupe nehme, meinte der Brite unter Berufung auf die Rap-Filmfigur Ali G.: "Vielleicht, weil ich schwarz bin!"

Der nur von Platz neun gestartete Brite hatte sich im Rennen jedenfalls mit allem und jedem auf der Piste angelegt. Für eine Kollision mit Massa erhielt er eine Durchfahrtsstrafe. Im Finish fuhr er dann auch noch in den Williams von Maldonado und brachte den jungen Venezolaner um WM-Punkte. Dafür gab es weitere 20 Sekunden Zuschlag, was aber an der Platzierung Hamiltons nichts änderte.

Weil nach dem verpatzten Qualifying auch die geplante Schadensbegrenzung im Rennen in die Hose gegangen ist, liegt Hamilton mit 85 Zählern als erster Verfolger des nach fünf Saisonsiegen schon bei 143 Punkten haltenden Deutschen bereits 58 Punkte zurück. Das ist so viel, dass Vettel zwei Rennen pausieren könnte und trotzdem weiter führen würde. "Er wird mit dem Pokal davonlaufen", hatte Hamilton schon am Samstag befürchtet.

"Fahrende Schikane" Schumacher
Fast schon leid tun konnten einem in Monaco die beiden Mercedes-Fahrer. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, bis diesen Sonntag der letzte deutsche Sieger im Fürstentum, war wegen seiner Reifenprobleme bis zu seinem Ausfall eher eine "fahrende Schikane". Schon nach 27 von 78 Runden wurden er und Teamkollege Nico Rosberg erstmals überrundet. Schumacher blieb am Ende mit brennendem Getriebe mitten auf der Strecke stehen. Rosberg verpasste als Elfter die Punkteränge, obwohl fünf Fahrer nicht ins Ziel kamen.

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