Guten Morgen

Nicht mehr dieselbe Welt | Solidarität & Protest

Wie soll man an einem Krieg im Allgemeinen, an einem Krieg in Europa im 21. Jahrhundert, bei dem ein machtbesessener Despot sein Nachbarland brutal überfallen lässt, um es in seine Gewalt zu bringen, wenn dieser Diktator dann auch noch mit dem Atomkrieg spielt - wie könnte man in diesem Zusammenhang auch nur irgendetwas Positives finden? Und doch, es gibt sie, die lichten Momente in diesem düsteren Szenario. Zu bewundern ist etwa die heroische Verteidigungsbereitschaft der Ukrainer, die sich mutig den so gut wie in jeder Hinsicht turmhoch überlegenen russischen Truppen entgegenstellen. Da wäre auch der sichtlich unerschrockene ukrainische Präsident zu nennen. Aber durchaus auch der deutsche Kanzler Olaf Scholz, der nach Wochen der Passivität von Tag zu Tag zu einer entschlosseneren Haltung findet und aus dem Schatten des Putin-Schergen und Kanzler-Vorvorgängers Gerhard Schröder tritt. Gestern vollzog die deutsche Politik überhaupt eine 180-Grad-Wende, in einer bemerkenswerten Regierungserklärung im Deutschen Bundestag warf Scholz im Einvernehmen mit seinen Koalitions-Ampelpartnern und der Unions-Opposition ewige deutsche Nachkriegs-Gewissheiten über Bord. Das Verteidigungsbudget wird massiv aufgestockt.  Und die Ukraine wird - was noch vor wenigen Tagen gänzlich undenkbar schien - mit Waffen aus Deutschland beliefert. Die klaren Worte von Scholz am Sonntag: „Wir erleben eine Zeitenwende. Und das bedeutet: Die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor.“ Wie wahr. Und es gilt alle Kraft zu investieren, dass sie nicht eine schlechtere Welt wird.

Solidarität und Protest. Die Menschen in weiten Teilen der Welt - und da sind wir bei weiteren Lichtpunkten in der aktuellen Düsternis - ziehen mit. Sie solidarisieren sich mit den Ukrainern, protestieren gegen Putin und sein Kampf-Russland, sie helfen den Ukrainern - etwa mit Spenden für Hilfsaktionen wie jene von „Krone“ und Caritas - und viele gehen dafür auch auf die Straße oder setzen zumindest in den sozialen Medien ein Zeichen der Verbundenheit mit der Ukraine und des Protestes gegen die rohe Gewalt gegen ein Land und seine Menschen. Auch in Wien wurde gestern Abend mit einer Demo ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. Hoffen wir, dass diese Welle der Solidarität nicht verebbt, sondern sie vielmehr zur Flutwelle gegen die blinde russische Aggression wird.

Einen schönen Montag!

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