Nicht erst seit Corona gehen die Spitalsärzte auf den verschiedensten Stationen an ihre Grenzen. Die Wiener Ärztekammer fordert angesichts der hohen Inzidenzen und der Hospitalisierung im Normalbereich, dass Sonderzahlungen und Nebengebühren nicht nur an Mitarbeiter mit Kontakt zu Covid-Patienten gehen, sondern an alle Spitalsärzte.
Man appelliere im Sinne der Wertschätzung an Politik und Spitalsbetreiber, sagt Gerald Gingold, Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, und ergänzt: „Nicht nur die Intensiv- und Covid-Stationen, sondern unser gesamtes Personal ist am Limit und hat sich das mehr als verdient.“
Einen monatlich wiederkehrenden Betrag bis zu 250 Euro könne man sich vorstellen. Zudem zeigt sich Gingold von der Idee angetan, die Milliarde Euro statt für eine Impflotterie für Boni für das Gesundheitspersonal sowie die Polizei auszugeben. Aber das kann nur ein erster Schritt sein. „Wir brauchen dringend bessere Arbeitsbedingungen und eine Strukturreform. Der Personalmangel ist noch das Hauptproblem“, so Gingold.
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