10.01.2022 15:55 |

Work-Life-Balance

Panasonic will in Japan Vier-Tage-Woche einführen

Der japanische Elektronikkonzern Panasonic reiht sich in eine wachsende Liste von Unternehmen ein, die ihren Mitarbeitenden eine Vier-Tage-Woche anbieten wollen. Wie Konzernchef Yuki Kusumi mitteilte, soll diese nicht nur der Verbesserung der Work-Life-Balance dienen, sondern auch der Rekrutierung junger Talente.

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„Wir müssen das Wohlergehen unserer Mitarbeiter fördern“, sagte Kusumi laut „Nikkei Asia“ vor Investoren. Der Konzern will demnach mit der Einführung eines dritten freien Tages pro Woche seinen Mitarbeitenden mehr Zeit für ihre persönlichen Interessen, aber auch ehrenamtliche Tätigkeiten oder Nebenjobs geben. Die Einzelheiten sollen nun von den einzelnen Unternehmen des Mega-Konzerns ausgearbeitet werden.

Dem Bericht nach reiht sich Panasonic damit in eine wachsende Anzahl von Unternehmen in Japan ein, die die Vorteile einer Vier-Tage-Woche erkennen, darunter neben einer gesteigerten Produktivität und einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch eine gesteigerte Attraktivität des Unternehmens für potenzielle Bewerber und Bewerberinnen.

„Jüngere Arbeitnehmer schätzen ihre freie Zeit, was uns bei der Einstellung von Mitarbeitern einen Vorteil verschafft“, zitierte „Nikkei Asia“ das Systementwicklungs-Unternehmen Encourage Technologies, das im vergangenen April eine viertägige Arbeitswoche einführte.

Trotz des wachsenden Interesses haben bislang allerdings lediglich acht Prozent der japanischen Unternehmen eine Vier-Tage-Woche eingeführt, was dem Bericht nach vor allem auf logistische Hürden zurückzuführen ist. In vielen Betrieben sind demnach die Löhne an die Anzahl der Arbeitstage gebunden. Außerdem zögerten die Arbeitnehmer oft, einen dritten freien Tag in Anspruch zu nehmen, weil sie befürchteten, dass ihre Kollegen für sie einspringen müssen, hieß es.

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