03.01.2022 11:11 |

Händler verärgert

Salzburg startet schärfere 2G-Kontrollen im Handel

Zwar dürfen ohnehin nur noch Geimpfte oder Genesene in Geschäften einkaufen, die nicht dem alltäglichen Bedarf dienen - weil sich einige aber nicht daran gehalten haben, gelten in Salzburg ab heute, dem 3. Jänner, Verschärfungen. Das sorgt für Verärgerung im Handel. 

Bereits am 23. Dezember wurden die umfassenden Maßnahmen von Landeshauptmann Wilfried Haslauer kundgemacht: Ab sofort müssen nämlich Dienstleister und Händler Kunden kontrollieren, ob sie geimpft oder genesen sind. Eine Ausnahme gilt nur für Geschäfte des täglichen Bedarfs: Laut Verordnung sind nämlich Geschäfte wie zum Beispiel Apotheken und der Lebensmittelhandel von den verschärften Maßnahmen nicht betroffen. 

Geldstrafen bis zu 3600 Euro
Für betroffen Unternehmen, die sich an das neue Vorgehen nicht halten, drohen Geldstrafen bis zu 3600 Euro oder bis zu vier Monate Haft. Für viele Händler sorgt das für Verärgerungen: „Da fehlt uns völlig das Verständnis. Das ist ja fast so, als würde ich einen Autobeifahrer im Straßenverkehr bestrafen, weil der Fahrer zu schnell gefahren ist. Also grundsätzlich bekommt hier der Handel Strafen für ein Vergehen, dass jemand anderer verursacht“, zeigt sich Spartensprecher in der Salzburger Wirtschaftskammer, Johann Höflmaier, verärgert. Laut dem Salzburger ORF sollten für ihn jene zahlen müssen, die weder geimpft noch genesen in ein Geschäft gehen. 

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Das ist ja fast so, als würde ich einen Autobeifahrer im Straßenverkehr bestrafen, weil der Fahrer zu schnell gefahren ist.

Johann Höflmaier, Salzburger Wirtschaftskammer

Kontrolle meist an den Kassen
Die Kunden dürften jedenfalls zum überwiegenden Teil an den Kassen und nicht schon beim Eingang kontrolliert werden. Die wenigsten Unternehmer werden dafür nämlich extra Personal abstellen können. Spezielle QR-Code-Scanner für den „Grünen Pass“ oder Schulungen gebe es nicht. Halten werde sich daran wohl jeder, auch wenn sich niemand in der Branche darüber freue. 

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