30.11.2021 21:23 |

„Noch nie so voll“

Mückstein: In Spitälern gibt es bereits Triagen

Schon mehrmals gab es Berichte über Intensivstationen an der Kapazitätsgrenze und verschobene Operationen, sogar bei Kindern. Nun hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) die Praktiken beim Namen genannt: Triagen fänden in Österreichs Spitälern bereits statt, sagte er am Dienstag im Hauptausschuss des Nationalrats. Diese gebe es nicht nur bei leichten Operationen, sondern auch bei OPs für Krebspatienten, so der Minister. Ärzte müssen also entscheiden, welcher Patient bei knappen Ressourcen ein Intensivbett bekommt. 

Der bundesweite Lockdown zeige mittlerweile allerdings Wirkung, wie etwa die leicht gesunkene Sieben-Tage-Inzidenz zeige. Dennoch befänden sich die Infektionszahlen nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau und die Situation in den Spitälern sei dramatisch, erklärte Mückstein laut Parlamentskorrespondenz.

„Intensivstationen waren noch nie so voll“
„Die Intensivstationen waren in der Pandemie noch nie so voll wie heute“, betonte der Gesundheitsminister und verwies auf die alarmierend hohe Zahl von 624 Patientinnen und Patienten in intensivmedizinischer Betreuung. Damit ist die Belastungsgrenze von 30 Prozent der Intensivbetten deutlich überschritten. Die Kapazitätslage werde sich weiter zuspitzen in den nächsten ein, zwei Wochen, insbesondere in Hinblick auf personelle Ressourcen, warnte Mückstein.

Was die jüngst aufgetretene Omikron-Variante betrifft, bestätigte der Minister einen nachgewiesenen Fall in Österreich, weitere Verdachtsfälle würden untersucht. Zum jetzigen Zeitpunkt sei allerdings nicht abschließend klar, ob die Variante schwere Krankheitsverläufe verursache oder die Impfung wirke. Laut Experten werde eine Booster-Impfung aber sehr wahrscheinlich Schutz gegen die neue Variante bieten.

Wie es mit dem Lockdown nach dem 11. Dezember weitergeht, hängt laut Minister von der weiteren epidemiologischen Situation ab. Klar sei aber die Verlängerung des Lockdowns für Ungeimpfte, wie Mückstein erklärte. 

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