01.12.2021 13:00 |

Salzburg History

Adventkalender: vom Stroh zur Himmelsleiter

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Kitschige Motive am Christkindlmarkt und historische Stadtansichten sind auch heute noch in Form von Bild-Adventkalendern bei den Salzburgern beliebt. Doch noch vor Jahrzehnten gab es im Bundesland ganz andere Formen, um die langen Tage bis zum 24. Dezember zu verkürzen.

Der Adventkalender gilt seit dem 19. Jahrhundert als wichtiger Zeitmesser und soll die Gedanken auf die Ankunft Christi lenken.

In den katholisch geprägten Gegenden Österreichs, allen voran Salzburg, gab es einerseits den Brauch des Stroh-Legens. Dabei durften die Kinder jeden Tag einen Strohhalm in die Krippe legen, sodass das Jesuskind am 24. Dezember eine weiche Krippe vorfindet. Andererseits gab es die sogenannte Himmelsleiter. Dafür bastelten die Familien eine Leiter, auf der eine Puppe jeden Tag eine Sprosse weiter nach unten gerückt werden durfte. Dies sollte den Kindern symbolisieren, dass zu Weihnachten Gott als Mensch auf die Erde kam. Zusätzlich gab es auch einfache Bildkalender mit religiösen und weltlichen Motiven. Dieser aber wurde im Zuge des Nationalsozialismus durch faschistische Sinnbilder und Runen ersetzt. Im „Kalender Vorweihnacht“ deutete man christliche Symbole zu nationalsozialistischen Bildern um. Doch schon in der Nachkriegszeit kehrte Salzburg zu den bekannten Adventkalendern zurück. Hinzu kamen in den 1950ern erstmals welche mit Schokoladenfüllung.

Egal, ob Schokolade oder einfache Bilder – Adventkalender gehören bis heute zur Salzburger Tradition.

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