Maßnahmen gefordert

Ein Mahnmal gegen die Gewalt an Frauen

Niederösterreich
27.11.2021 12:30

16 Tage gegen Gewalt an Frauen: Von 25. November bis 10. Dezember tritt die Aktion auch in Niederösterreich für das Recht auf ein gewaltfreies Leben ein. Per Petition „Stoppt Femizide“ fordern nun auch die SPÖ-Landesfrauen die Bundesregierung zum raschen Handeln auf, um der Gewalt an Frauen ein Ende zu setzen.

Heuer wurden in Österreich bereits 28 Frauen ermordet. Und es vergeht kein Tag, an dem einer Frau nicht Gewalt angetan werde. Gerade die Pandemie hat hier den Handlungsbedarf erhöht. Dringlichkeit ortet diesbezüglich auch die heimische SPÖ. Im Zuge der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ will die Partei auf den massiven Anstieg an häuslichen Gewalttaten aufmerksam machen. In NÖ wurden erst vor Kurzem, wie berichtet, neue Projekte für Betroffene seitens des Landes präsentiert – etwa mehrsprachige Flyer in Supermärkten.

„3000 Mitarbeiter fehlen“
Für die Landes-SPÖ fehle es an 3000 zusätzlichen Mitarbeitern. Rund 228 Millionen Euro müssten für den Gewaltschutz bereitgestellt werden. „Krisenzeiten und Isolation erhöhen die Gefahr“, hält Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt fest. Daher werde die Bundesregierung aufgefordert, endlich zu handeln: etwa durch österreichweite Hochrisikofall-Konferenzen und mehr Finanzmittel.

„Geht uns alle an“
Alleine heuer haben etwa im Frauenhaus St. Pölten 47 Frauen mit 46 Kindern Zuflucht gefunden. „Gewalt an Frauen ist kein privates, sondern ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht“, betont SP-Bürgermeister Matthias Stadler.

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