26.11.2021 12:45 |

War einst Couch-Potato

Christian Bruckner: In 36 Stunden zum Traumrekord

„Jeder schafft Veränderung!“ Das sagt Extremsportler Christian Bruckner, der vom Couch-Potato zum Weltrekordler wurde: Dem Niederösterreicher gelang es Ende Juni in 36 Stunden vom Neusiedler See auf den Großglockner, er schwamm, radelte und lief vom tiefsten auf den höchsten Punkt Österreichs. Nun wurde sein „Low-to-High“-Projekt präsentiert, demnächst gibt’s Vorträge und Filme (im Video oben sehen Sie auch eine Zusammenfassung) darüber.

Die Sicht gleich null. Eiskalter Wind - das war plötzlich alles egal: Christian Bruckner hatte es auf den Glockner-Gipfel geschafft, jubelte mit Tränen der Freude und Erleichterung auf Österreichs höchstem Punkt (3.798 m). Und das, nachdem er 36 Stunden zuvor in Apetlon im Burgenland am tiefsten Punkt (114 m) begonnen hatte. „Ich bin in der Dämmerung in den Neusiedler See gesprungen, dann 3,3 km dem Orientierungs-Boot nachgeschwommen“, so der Mostviertler, der danach durch sechs Bundesländer 422 km mit 5.000 Höhenmetern westwärts radelte. Ein Kraftakt!

Einige Schlüsselmomente
Trotz irrem Willen bzw. Durchhaltevermögen gab’s einige Schlüsselmomente. „Bei 200 km haben Körper und Kopf gestreikt. Ich war fertig und leer. Dann habe ich an eine schwere Verletzung mit drei Operationen zurückgedacht. Damals war nicht mal klar, ob ich wieder laufen kann - und ich habe mir geschworen, wieder nicht aufzugeben.“ Dazu half dem 41-Jährigen neben Top-Partnern wie Sparkasse Amstetten (#glaubandich), Intersport Winninger oder Autohaus Slawitscheck auch das tolle Team mit Gattin Evelyne.

„Einmal pushend, dann wieder beruhigend - alle im Team waren extrem wichtig.“ Und so ging’s für Bruckner, der als Berufsfeuerwehrmann oft von der Heimat Wallsee nach Linz in die Arbeit radelt, weiter in Richtung Glockner. „Als ich um 5 Uhr Früh die leere Hochalpenstraße bei Sonnenaufgang raufgefahren bin, ist es mir kalt über den Rücken gelaufen.“

Dann stand der 13-km-Lauf mit 2.000 Höhenmetern auf den Gipfel an, wenngleich laufen irgendwann zu bergsteigen wurde. Kurz vor dem „Ziel“ folgte noch ein Einbruch, aber Bruckner erinnerte sich an ein Gespräch mit einer alten Dame: „Sie hat mich gefragt, wo die meisten Träume zu Hause sind? Da wusste ich keine Antwort. Dann sagte sie: Die meisten Träume liegen am Friedhof! Da hat‘s nochmals Klick gemacht. Zehn Minuten später war ich beim Gipfelkreuz oben.“ Und er verwirklichte nach der Ironman-WM auf Hawaii oder dem Projekt Nordkap seinen Weltrekord-Traum.

Dieses emotionale und fesselnde Abenteuer, das ihn rund 20.000 Kalorien „kostete“, von einem professionellen Kamerateam begleitet wurde, gibt‘s demnächst bei Vorträgen und Filmen zu erleben. Mehr dazu auf: www.christianbruckner.at

Christian Mayerhofer, Kronen Zeitung

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