Als Test-Ausstatter

Bei Greiner stehen die Nerven auf dem Prüfstand

Zu wenige Testmöglichkeiten, langes Warten auf Ergebnisse, Datenbanken vorm Zusammenbruch - die Corona-Pandemie zeigt Grenzen auf. Auch die Medizintechnik-Sparte von Greiner ist als Ausstatter von Laboren und Spitälern enorm gefragt.

Kunststoffplatten, auf denen bis zu 96 Proben gleichzeitig ausgewertet werden können, und Covid-19-Virusstabilisierungsröhrchen, die mit einer gepufferten Salzlösung versehen sind und so den sicheren Transport der Probe zur PCR-Analyse ins Labor garantieren - das sind zwei Produkte von Greiner Bio-One, die im Zuge der Pandemie stark nachgefragt sind.

Als „äußerst dynamisch und schwer planbar“ beschreibt die von Axel Kühner geführte Greiner AG die Situation, mit der die Mitarbeiter in der Medizintechnik-Sparte des Kunststoffverarbeiters und Schaumstoffspezialisten zu kämpfen haben. Die strengeren Maßnahmen, mit denen die Pandemie eingedämmt werden soll, verschärfen die Lage.

Greiner versorgt unter anderem Lead Horizon, dessen Testkits von „Alles gurgelt“ in Wien und in drei Bezirken in Oberösterreich bekannt sind, mit den Virusstabilisierungsröhrchen. Die weltweite Rohstoffknappheit sorgt für Druck. Sicherheitsbestände und das Ausarbeiten von Notfallplänen stehen auf der Tagesordnung. Ein Alltag, der regelmäßig zur Nervenprobe wird.

600 Mitarbeiter in der Bio-One-Zentrale in Kremsmünster
Die Virusstabilisierungsröhrchen wurden seit April 2020 weltweit in mehr als 30 Länder geliefert. Der Großteil entfällt dabei auf Westeuropa. „Besonders auf Großbritannien, Österreich, Frankreich und Italien“, sagt Rainer Perneker, der Geschäftsführer bei Greiner Bio-One ist und allein in Kremsmünster 600 Mitarbeiter beschäftigt.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Montag, 29. November 2021
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