10.11.2021 11:00 |

Mitten in Salzburg

Post stand tagelang vor Eingang eines Wohnhauses

Drei Tage und zwei Nächte dauerte es, bis die Taschen voller Briefe und Zeitschriften endlich entfernt wurden. Ein Post-Zusteller dürfte sie einfach vor dem Eingang eines Mehrparteienhauses im Salzburger Stadtteil Gnigl abgestellt haben. Die Bewohner selbst warteten derweil bereits knapp eine Woche auf ihre Post ...

Was passiert mit der Post, die nicht zugestellt wird? Die Bewohner eines Mehrparteienhauses in Salzburg-Gnigl bekamen darauf jetzt eine Antwort. Dort standen in der vergangenen Woche vor dem Eingang sechs Posttaschen voller Briefe, Zeitschriften und Werbungen. „Dort ist es am Abend schön beleuchtet und man kann alles von der Straße aus perfekt sehen“, ärgert sich Bewohnerin Waltraud P. Wenig verwunderlich, dass einige Taschen bald geöffnet waren und mehrere Briefe herausragten. „Sowas ist höchst fahrlässig von der Post“, sagt die Frau.

Erst nach drei Tagen und zwei Nächten und mehreren Beschwerden entfernte die Post AG am vergangenen Donnerstag die Taschen. Dann bekam Waltraud P. auch endlich wieder Post. „Seitdem kam aber nichts mehr“, sagt sie.

Derartige Probleme häuften sich in den vergangenen Wochen. Wie berichtet, kam es besonders im Flachgau zu massiven Schwierigkeiten bei den Postzustellungen.

Post AG verspricht jetzt baldige Besserung
Vereinzelt warteten Personen bis zu drei Wochen auf ihre Briefe. Die Post AG selbst macht dafür Krankenstände verantwortlich. Man verspricht Besserung, will speziell in Richtung Weihnachten neue Mitarbeiter einstellen. „Die Zustellgebiete werden immer größer, das Personal weniger. Kein Wunder, dass es kracht“, sagt ein langjähriger Zusteller. Er möchte aus Angst vor seinem Arbeitgeber anonym bleiben.

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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