28.10.2021 10:37 |

„Alder Lake-S“

Mit diesen Chips will Intel an AMD vorbeiziehen

Der Chipkonzern Intel will am erstarkten Erzrivalen AMD vorbeiziehen und bringt am 4. November neue Prozessoren seiner 12. Core-i-Generation „Alder Lake-S“ in den Handel. Erstmals in einem Intel-Chip kommt eine Hybridarchitektur mit verschieden starken Rechenkernen zum Einsatz, die entweder auf leistungshungrige oder einfachere Aufgaben getrimmt sind. Mit Unterstützung für DDR5-RAM und feinerer 10-Nanometer-Fertigung gibt es noch weitere leistungssteigernde Neuerungen.

Der Top-Chip aus Intels 12. Core-i-Prozessorgeneration ist der Core i9-12900K mit 16 Rechenkernen, der bis zu 24 Aufgaben gleichzeitig erledigen kann. Der neue Intel-Chip setzt auf je acht starke Performance- sowie acht sparsame Effizienz-Kerne. Multi-Threading, also die gleichzeitige Abwicklung mehrerer Rechenaufgaben (Threads), unterstützen nur die stärkeren Kerne, womit der neue Core-i9-Chip auf bis zu 24 Threads kommt.

Intel startet am 4. November mit dem neuen Core-i9, den man als „schnellsten Gaming-Prozessor aller Zeiten“ vermarktet. Außerdem lancieren die US-Amerikaner mit dem Core i7-12700K einen „Alder Lake-S“-Chip mit acht Performance- und vier Effizienz-Kernen sowie den Core i5-12600K mit sechs Performance- und vier Effizienz-Kernen. Alle Prozessoren wird es in zwei Versionen geben - einer mit integrierter Grafik und einer ohne. Die Preise beginnen bei 264 US-Dollar für den neuen Core i5, für das Core-i9-Spitzenmodell werden 589 Dollar fällig.

Support für DDR5 und PCIe 5.0
Neben der neuen Hybrid-Architektur mit stärkeren und schwächeren Rechenkernen, wie sie bei Smartphone-Prozessoren seit Jahren üblich ist, bringt Intels neue CPU-Generation noch einige andere Neuerungen. Dazu zählt - ein neues Motherboard mit dem Z690-Chipsatz vorausgesetzt - die Unterstützung für pfeilschnellen DDR5-RAM, außerdem können die neuen Prozessoren mit der schnellen Schnittstelle PCI-Express (PCIe) 5.0 umgehen, was beispielsweise für neue Grafikkarten und besonders schnelle SSD-Speichermedien interessant ist.

Intel will mit seiner „Alder Lake-S“-Generation, die im feinen 10-Nanometer-Verfahren gefertigt wird, wieder zum Rivalen AMD aufschließen, der Intel in den letzten Jahren mit seinen Ryzen-Prozessoren Marktanteile abgejagt hat.

Laut Intel soll der Core i9-12900K bei der Spieleleistung vor AMDs Ryzen 9 5950X und Ryzen 9 5900X mit 16 bzw. 12 Kernen liegen, was freilich erst in unabhängigen Testlaboren überprüft werden muss. Wie Heise.de berichtet, dürfte die höhere Leistung mit einem höheren Stromverbrauch einhergehen: Das sogenannte Powerlimit 2, das die maximale Leistungsaufnahme im Turbo-Modus beziffert, liegt beim neuen i9 bei 241 Watt.

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