58 % vollimmunisiert

Corona: Rekord an Infektionen und Impfmuffeln

Der Impfturbo ist längst zur Schnecke geworden, die Zahl der Erstimpfungen nimmt weiter ab. In der Vorwoche holten sich 4838 Oberösterreicher den Piks, 2000 weniger als vor einem Monat. Dafür gibt es einen Rekord an Neuinfektionen.

Es ist eine explosive Mischung, die aus Oberösterreich gerade einen nährbaren Boden für Coronafälle macht. Bei der Zahl der Neuinfektionen ist man trauriger Spitzenreiter – am Samstag meldete der Landeskrisenstab 741 neue Fälle, so viele gab es heuer in unserem Bundesland überhaupt noch nie. Und bei der Impfung hinkt man hinterher – 58,2 Prozent sind vollimmunisiert.

Mittlerweile finden sogar mehr Dritt- als Erstimpfungen statt. In den ersten Juniwochen stellten sich 5061 Personen pro Tag für den Erststich an, nun sind es nur noch 691. Dafür holten sich bereits 25.000 Landsleute ihre dritte Dosis ab.  Am 3. Oktober – ein Sonntag – gab es im gesamten Bundesland sieben Impfungen. Genau eine Woche später waren es immerhin 24 – jeweils neun waren für eine Erst-, beziehungsweise Zweitimpfung.

Alle 18 Impfstandorte sind noch geöffnet
Trotzdem hält man weiterhin an dem Konzept der öffentlichen Impfstraßen fest. Alle 18 Standorte sind – auch wenn die Auslastung zum Wünschen übrig lässt – im Betrieb. Im „Problembezirk“ Braunau kamen in der vergangenen Woche 150 Personen für einen Stich in die Impfstraße. Diese ist 16 Stunden wöchentlich geöffnet – das bedeutet gerade einmal neun Stiche alle 60 Minuten. Dafür müssen allerdings ein Arzt, zwei Sanitäter und eine administrative Kraft die ganze Zeit vor Ort sein.

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Neben den Impfstraßen des Landes und den vielen Pop-Up-Impfstellen bieten auch 900 Ordinationen in ganz Oberösterreich die Corona-Impfung an.

Krisenstab des Landes Oberösterreich

1500 Schüler haben sich gemeldet
Bei dem Pop-Up-Impfangebot in der Berufsschule Mattighofen schauten in der gesamten Woche gleich nur zehn „Kunden“ vorbei. Und auch in den Schulen ist die Corona-Schutzimpfung ein sensibles Thema. Rund 1500 Kinder über zwölf Jahre haben sich für eine Immunisierung gemeldet. Immerhin: Laut dem Landeskrisenstab sind bereits etwas mehr als 36.000 Landsleute im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren vollständig geimpft – das ist in etwa jeder dritte Jugendliche.

Von
Philipp Zimmermann
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Montag, 06. Dezember 2021
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