09.10.2021 07:00 |

Auf eigene Faust

Eltern fanden ihren vermissten Sohn in Spanien

Wie weit die elterliche Liebe gehen kann, hat ein Salzburger Paar auf sehr ergreifende Art und Weise bewiesen. Nachdem der Kontakt zu seinem Sohn abgerissen war, zögerte es nicht und reiste mit dem Auto ins weit entfernte Galicien. Dort, im Bereich des Jakobswegs, wurden sie mithilfe der spanischen Behörden auch rasch fündig. Die Erleichterung war riesengroß, als klar wurde: Felix ist wohlauf.

Der Albtraum aller Eltern wurde für Ursula und Karl L. aus Salzburg wahr. Drei Wochen lang fehlte jegliches Lebenszeichen von ihrem Sohn Felix. Der 23-Jährige war seit Juli zu Fuß auf dem spanischen Jakobsweg unterwegs - die „Krone“ hat berichtet. Nachdem die österreichische Polizei außer einer Vermisstenanzeige bei Interpol wenig ausrichten konnte, setzten sich die tief besorgten Eltern kurzerhand ins Familienauto.

Ohne Zögern auf eigene Faust nach Felix gesucht
In nur zwei Tagen legten sie rund 2500 Kilometer zurück. Mithilfe der spanischen Polizei konnten sie ihren Sohn dann schließlich in einem Hostel in der galicischen Provinz Pontevedra finden. Durch sie verläuft die rund tausend Kilometer lange Via de la Plata – eine anspruchsvolle Variante des Jakobswegs, die deswegen nur ein Bruchteil der Pilger auswählt.

„Die Beamten waren wirklich unglaublich herzlich und engagiert. Dank ihnen konnten wir Felix wirklich schnell finden“, lobt seine Mama Ursula die spanischen Polizisten im Gespräch mit der „Krone“.

Kaputtes Handy sorgt für große Vermisstensuche
Der Grund für die Aufregung wurde vor Ort dann schnell klar - das Handy von Felix war schlicht kaputt. Die Eltern werden den Heimweg in einigen Tagen allerdings trotzdem ohne ihren Sohn antreten müssen. Mutter Ursula erklärt: „Felix geht es gut und er möchte seine Pilgerreise unbedingt abschließen.“ Von Wehmut ist aber dennoch keine Spur. „Wir sind einfach froh, dass es ihm gut geht - wir konnten nicht einfach zu Hause sitzen und abwarten.“

Auch seine große Schwester zeigt sich erleichtert: „Ich bin sehr froh und freue mich aufs Wiedersehen!“ Ihr Facebook-Beitrag wurde mehr als 400-mal geteilt und bewegte Tausende Menschen, die sich jetzt mit der Familie über ein Happy End wie aus dem Bilderbuch freuen dürfen.

Benedict Grabner
Benedict Grabner
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