04.10.2021 11:41 |

Mit 980.000 € dotiert

Medizin-Nobelpreis geht an Rezeptoren-Forscher

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin und Physiologie geht an den US-Forscher David Julius und Ardem Patapoutian aus dem Libanon „für ihre Entdeckungen der menschlichen Rezeptoren für das Temperatur- und Berührungsempfinden“. Das wurde am Montag vom Nobelpreis-Komitee in Stockholm bekannt geben.

Die Preisträger hätten wichtige Verbindungen im Verständnis der komplexen Verbindungen zwischen unseren Sinnen und der Umwelt aufgezeigt, hieß es in der Begründung zu den Nobelpreisen. Die bahnbrechenden Entdeckungen durch die diesjährigen Nobelpreisträger „haben es uns ermöglicht zu verstehen, wie Wärme, Kälte und mechanische Kräfte die Nervenimpulse auslösen, die es uns ermöglichen, die Welt um uns herum wahrzunehmen und uns an sie anzupassen“, hieß es vom Komitee.

Der 65 Jahre alte US-Amerikaner Julius nutzte Capsaicin, eine scharfe Verbindung aus Chilischoten, die ein brennendes Gefühl hervorruft, um einen Sensor in den Nervenenden der Haut zu identifizieren, der auf Hitze reagiert. Patapoutian, der 1967 im Libanon geboren wurde und wie Julius in Kalifornien forscht, entdeckte mithilfe druckempfindlicher Zellen eine neue Klasse von Sensoren, die auf mechanische Reize in der Haut und in inneren Organen reagieren.

Der Nobelpreis für Medizin wird seit 1901 verliehen. Die erste Auszeichnung ging einst an den deutschen Bakteriologen Emil Adolf von Behring für die Erforschung der Serumtherapie gegen Diphtherie. Im vergangenen Jahr ging sie an drei Virusforscher. Die US-Amerikaner Harvey J. Alter und Michael Houghton sowie der Brite Charles M. Rice wurden für ihre Entdeckung des Hepatitis-C-Virus geehrt.

Preise für Physik und Chemie folgen
Am Dienstag erfolgt die Bekanntgabe der Preisträger für Physik und am Mittwoch jene für Chemie. Nach den drei Wissenschaftspreisen wird am Donnerstag der Literatur-Nobelpreisträger bekannt gegeben, am Freitag folgt der Friedensnobelpreis. Den Abschluss bildet am kommenden Montag die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften.

Auszeichnung ist mit 980.000 Euro dotiert
Übergeben wird der Preis alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Dynamit-Erfinders und Stifters Alfred Nobel. Pro Kategorie gibt es seit dem Vorjahr ein Preisgeld in der Höhe von zehn Millionen Schwedischen Kronen (umgerechnet rund 980.000 Euro).

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