Verhärtete Fronten

Stille täuscht über lautes Ringen um S34 hinweg

Auch wenn sich nun herbstliche Landschafts-Stille über Wälder, Felder und Obsthaine entlang der geplanten Trasse der Traisental-Schnellstraße legt, zur Ruhe kommt die Causa nicht. Denn die S-34-Gegner machen weiter mobil. Auch die Befürworter kämpfen aus ihrer Sicht beherzt für den Bau der „Entlastungs-Verbindung“.

Im Kampf gegen die Schnellstraße mischt jetzt auch die grüne Landesparteichefin Helga Krismer mit. „Die S34 wird im ersten Abschnitt allein 200 Millionen Euro kosten. Inklusive der Ausgleichsflächen für verlorene Naturräume würden für neun Kilometer Fahrbahn 150 Hektar an hochwertigen landwirtschaftlichen Nutzflächen verloren gehen“, warnt die Mandatarin. Was sie gemeinsam mit Stadträtin Christina Engel-Unterberger aufregt: „Der Gras-Flugplatz Völtendorf soll dafür um acht Millionen Euro untertunnelt werden.“

Naturwacht-Leiterin Elisabeth Prochaska rückt auch speziell das Schicksal eines der betroffenen Rinderbauern in den Mittelpunkt: „Für diese Familie geht es um die Existenz.“

„Brauchen dringend gute Anbindung“
Doch auch die Befürworter des Projekts werden nicht müde, für ihr Anliegen zu mobilisieren. Wie berichtet, fürchtet etwa Thomas Salzer, der Präsident der Industriellenvereinigung, einen Rückschlag für die Industrie im Traisental: „Viele Firmen sind weltweit tätig und bräuchten dringend eine gute Anbindung.“

Dann sind da noch Hunderte direkt lärmgeplagte B-20-Anrainer, welche die Stadt geradezu anflehen, mit der S 34 für Entlastung zu sorgen

Mark Perry
Mark Perry
Lukas Lusetzky
Lukas Lusetzky
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