03.10.2021 11:30 |

Kärnten kann´s

Ein Götterbote vertreibt Schleifmittel weltweit

Eine weitere Erfolgsgeschichte aus dem Süden! Seit 51 Jahren produziert Hermes Schleifmittel im Lavanttal - und ist Weltmarktführer. 80 Millionen werden jährlich umgesetzt. Derzeit investiert der Betrieb in grüne Energie.

Vor 51 Jahren hat die Muttergesellschaft von Hermes in Deutschland einen Produktionsstandort gesucht und im Lavanttal gefunden. Der Firmenname bezieht sich auf Hermes, der in der griechischen Mythologie als Götterbote und Schutzgott der Kaufleute gilt. Beim Start vor über 50 Jahren wurde mit vier Mitarbeitern begonnen. „Bis Jahresende waren es schon 30, und seither sind wir stetig gewachsen“, sagt Werksleiter Reinhard Pasterk.

Heute beschäftigt der weltweit führende Hersteller von Schleifwerkzeugen insgesamt 1200 Mitarbeiter an zahlreichen Standorten auf allen Kontinenten. Der größte Produktionsstandort ist allerdings in Bad St. Leonhard im oberen Lavanttal, wo 267 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Pasterk: „Unser Jahresumsatz liegt bei 80 Millionen Euro.“ Beim Rundgang durch das riesige, fünf Hektar umfassende Firmenareal trifft die „Krone“ auch Robert Zarfl, der die Stanzmaschine bedient und dem Unternehmen seit 30 Jahrzehnten treu ist: „Wir sind eine Familie, die zusammensteht. Ich arbeite sehr gerne hier.“ Der Großteil der Mitarbeiter kommt aus der Region. Betriebsrat Alexander Pichler: „Der Anteil der Frauen in der Produktion liegt bei 40 Prozent.“

2019 wurde die um 2,6 Millionen Euro errichtete Logistikhalle eröffnet. Dort werden die bis zu drei Meter breiten Rollen gelagert, die dann zu Bändern, Dreiecken und mehr zugeschnitten werden. „Es gibt 70.000 verschiedene Scheibengeometrien“, so Werksleiter Pasterk. „Hauptsächlich produzieren wir verschiedene Schleifmittel für die Metall- und die Autoindustrie.“

Derzeit wird im Werk in Bad St. Leonhard eine Hackschnitzelanlage errichtet. 6,5 Millionen Euro werden investiert. Pasterk: „Wir leben den grünen Gedanken und wollen von Öl zu einem Rohstoff wechseln, der die Umwelt schont.“

Im nächsten Jahr wird die Anlage, die den CO2-Verbrauch von 5000 auf 1000 Tonnen jährlich reduzieren soll, bereits in Betrieb gehen.

Gerlinde Schager
Gerlinde Schager
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