20.03.2011 13:23 |

Weltcup-Finale

Deutschland siegt im Teambewerb, ÖSV auf Rang drei

Österreichs Ski-Team hat am Sonntag zum Abschluss der Weltcup-Saison 2010/11 im Teambewerb in Lenzerheide (Schweiz) Rang drei belegt. Das ÖSV-Team scheiterte im Halbfinale am späteren Sieger Deutschland nur um sieben Hundertstel. Nach Tagen mit Schneefall, Regen und Nebel lockte Postkartenwetter 4.500 Zuschauer ins Zielstadion von Parpan.

Im Nationen-Cup ist Österreich auch in der Saison 2010/2011 überlegener Sieger - zum 22. Mal in Folge - und hielt mit 10.644 Punkten die Schweiz (6.576) und Italien (5.488) klar auf Distanz. Bei den Damen gewann das ÖSV-Team (4.840) vor Deutschland (3.680) und den USA (3.436), bei den Herren mit 5.804 Zählern vor der Schweiz (4.264) und Italien (3.196).

ÖSV-Quartett scheitert im Halbfinale
Michaela Kirchgasser, Elisabeth Görgl, Romed Baumann, Philipp Schörghofer und Hannes Reichelt waren am Sonntag für Österreich im Einsatz, Anna Fenninger wurde nicht an den Start gebracht. Das ÖSV-Team setzte sich im ersten Duell (Viertelfinale) nach vier Läufen und dem Stand von 2:2 um 6/100 Sekunden gegen Tschechien durch. Im Halbfinale musste man gegen die Rivalen des deutschen Skiverbandes bei ebenfalls 2:2 um 7/100 eine Niederlage einstecken.

Im Duell um Platz drei mit Gastgeber Schweiz verzeichneten Baumann, Görgl und Schörghofer Siege, mit dem 3:1 stand schließlich der dritte Platz fest. Im großen Finale durfte Maria Riesch nach dem fixierten Gesamtweltcupsieg am Vortag auch über einen Erfolg im Teambewerb jubeln, gemeinsam mit Viktoria Rebensburg, Felix Neureuther und Fritz Dopfer gelang ein 3:1 über Italien. Weltmeister Frankreich wurde Fünfter.

Kritik an Modus und am Gelände
"Den Teambewerb finde ich voll okay, aber man sollte sich überlegen, ob man bei 2:2 nicht alle vier Zeiten zusammenzählt. Auch vom Gelände her war das nicht optimal", meinte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum nach dem finalen Weltcup-Bewerb. Aufgrund des hängenden Geländes war ein Kurs deutlich schneller als der andere gewesen, es fahren aber jeweils zwei Läufer einer Nation auf dem einen und zwei auf dem anderen. "Am roten Kurs hättest du mit Slalom-Skiern fahren können, am blauen mit Riesentorlauf-Skiern", meinte Super-G-Vizeweltmeister Reichelt.

Österreichs Herren-Rennsportleiter Mathias Berthold würde das Zusammenzählen der Zeiten ebenfalls begrüßen, laut aktuellem Modus werden bei Unentschieden die schnellsten Damen- und Herrenzeiten herangezogen. Einen anderen Vorschlag hat Schörghofer, der WM-Bronzemedaillengewinner im Riesentorlauf: "Wenn es 2:2 steht, machst du einen Entscheidungslauf, das wäre am fairsten."

Rennläufer hatten ihren Spaß
Freude gemacht hat es aber allen, die Sonne erhellte zusätzlich die Gemüter. "Ein riesiger Spaß! Ich wäre auch bei der WM gerne gefahren, hatte mit dem Riesentorlauf aber noch ein wichtiges Rennen. Mir taugt dieses Duell Frau gegen Frau", sagte die steirische Doppel-Weltmeisterin Görgl. "Ein cooles Event! Und gute Stimmung, die Schweizer sind überhaupt ein super Publikum und immer fair", meinte Baumann.

Im österreichischen Verband ist man auf der Suche nach neuen Trainern für den Speed-Bereich Damen und dem Slalom der Herren, weil Jürgen Kriechbaum bzw. Christian Höflehner ihre Tätigkeiten beenden. Im Gespräch sind der Schweizer Speedcoach Stefan Abplanalp und der österreichische Techniktrainer der deutschen Damen, Christian Schwaiger.

Die Ergebnisse im Detail
Finale:
Deutschland (Viktoria Rebensburg, Felix Neureuther, Maria Riesch,
Fritz Dopfer) - Italien (Giulia Gianesini, Manfred Mölgg,
Denise Karbon, Cristian Deville) 3:1

Duell um Platz 3:
Österreich (Michaela Kirchgasser, Romed Baumann, Elisabeth Görgl, Philipp Schörghofer) - Schweiz (Fabienne Suter, Marc Berthod, Wendy Holdener, Marc Gini) 3:1. Die Siege für das ÖSV-Team holten Baumann, Görgl und Schörghofer.

Halbfinale:
Deutschland (Rebensburg, Neureuther, M. Riesch, Dopfer) - Österreich (Görgl, Baumann, Kirchgasser, Hannes Reichelt) 2:2 - Deutschland mit besserer Zeit (-0,07 Sekunden) weiter. Die Siege für das ÖSV-Team holten Baumann und Reichelt.

Italien - Schweiz 2:2 - Italien mit besserer Zeit (-0,13 Sek.) weiter

Viertelfinale:
Österreich (Kirchgasser, Baumann, Görgl, Schörghofer) - Tschechien
(Sarka Zahrobska, Ondrej Bank, Katerina Paulathova, Krystof Kryzl)
2:2 - Österreich dank Siegen von Görgl und Schörghofer sowie besserer Zeit (-0,06 Sek.) weiter

Deutschland - Frankreich 3:1
Italien - Schweden 2:2 - Italien mit besserer Zeit weiter
Schweiz - Kanada 3:1

Achtelfinale:
Tschechien - Kroatien 2:2 - Tschechien mit besserer Zeit weiter

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