Die Forderung klingt für den Laien abstrus und lächerlich - aber in Brüssel tickt man ja bekanntlich anders. "In Slowenien haben sich einige Ölmühlen zusammengeschlossen. Sie wollen, dass sie ihre Produkte 'Steirisches Kürbiskernöl jenseits der Mur' nennen können und dass sie dafür jeden Kern, egal ob aus China oder Russland, verpressen dürfen", erklärt Franz Labugger, Obmann der Erzeugergemeinschaft.
Slowenen wollen mitnaschen
Der Grund für ihr Ansinnen ist sonnenklar: "Sie wollen auf der Erfolgswelle des steirischen Kürbiskernöls international mitschwimmen." Ebenso klar ist, warum die Steirer das dezidiert ablehnen: "Weil auch wir Kernöl diesseits und jenseits der Mur haben, wir höchsten Wert auf nur heimische Kerne legen und auch der Konsument das Recht hat, mit der Beifügung g.g.A., also geschützte geografische Angabe, nur echt heimisches Kernöl zu kriegen." Denn auch diese Angabe beanspruchen die Slowenen!
Mit ihrer Forderung sind unsere Nachbarn nicht a priori abgeblitzt, in Brüssel wird man sich damit ernsthaft beschäftigen. Agrarlandesrat Hans Seitinger, Franz Labugger und weitere Kämpfer für Kernöl treffen dort am 28. März zu den Verhandlungen zusammen.
von Christa Blümel, "Steirerkrone"
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