Massenpanik am Strand

Waldbrände wüten: Italien ruft nun die EU zu Hilfe

Ausland
02.08.2021 08:20

Italien kämpft weiterhin damit, die massiven Waldbrände im Zentrum und Süden in den Griff zu bekommen. Da allerdings bereits alle Canadair-Flugzeuge des italienischen Zivilschutzes bei den Löscharbeiten im Einsatz sind, bat man nun um die Hilfe anderer EU-Länder, wie die Regierung in Rom am Sonntagabend bekannt gab. Auch in weiteren Urlaubsregionen am Mittelmeer ist die Lage weiter brisant - in der Türkei mussten etwa mehrere Dörfer evakuiert werden.

Von den Bränden besonders stark betroffen war am Sonntag die mittelitalienische Region Abruzzen. Dramatische Szenen spielten sich in der Adria-Stadt Pescara ab, in deren südlichem Teil ein schwerer Brand ausbrach. Betroffen war ein bekannter Pinienhain, die Flammen erreichten auch Häuser. Einige Menschen, die gegen die Flammen kämpften, wurden verletzt.

Die italienischen Einsatzkräfte kommen mit dem Löschen der zahlreichen Brände kaum noch nach. (Bild: AFP/Vigili del Fuoco)
Die italienischen Einsatzkräfte kommen mit dem Löschen der zahlreichen Brände kaum noch nach.

An den Stränden kam es zu einer Massenpanik, weil der Wind Funken aus dem brennenden Wald bis zum Strand wehte. Badegäste flüchteten vom Strand.

Verzweifelter Kampf gegen Flammen
Bewohner rannten mit Kübeln und Gartenschläuchen auf die Straße, um ihre Häuser zu retten, während die Flammen immer näher rückten. Löschflugzeuge und Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auf der Adria-Bahnlinie kam es wegen der Brände zu starken Verzögerungen. Einige Autobahnstrecken mussten geschlossen werden, weil die Flammen die Fahrbahn fast erreicht hatten.

In der süditalienischen Badeortschaft Campomarino Lido in der Region Molise wurden wegen Brandgefahr 97 Touristen von drei Campingplätzen von der Küstenwache per Schiff in Sicherheit gebracht, nachdem sich die Flammen ausgebreitet hatten. Weitere 900 Badegäste verließen die Ortschaft aus Angst vor den Bränden.

Hitze und Winde verschärfen Situation
Schwere Brände tobten am Sonntag auch auf Sizilien, in Apulien sowie in der süditalienischen Provinz Campobasso. Seit Tagen lodern vor allem in Süditalien und auf den großen Inseln Feuer. Auch der Westen Sardiniens war besonders betroffen. Dort brannten Wälder und Häuser ab. Rettungskräfte mussten Menschen in Sicherheit bringen. Trockenheit, Hitze und starke Winde sorgen immer wieder dafür, dass sich die Brände ausbreiten.

Auch viele Touristen betroffen
Auch in den weiter östlich gelegenen Urlaubsländern sorgen schwelende Brände und enorme Hitze weiterhin für Probleme. In Griechenland mussten 16 Menschen im Krankenhaus behandelt werden, weil sie Rauch eingeatmet hatten. In der türkischen Ferienregion Bodrum mussten wegen drohender Flammen mehrere Dörfer evakuiert werden, unter den Betroffenen waren auch Touristen.

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