31.07.2021 07:00 |

Siegfried Nagl

„Nur gemeinsam können wir die Atomgefahr stoppen!“

Die Gefahr durch den Schrott-Meiler von Krško bewegt die Steirer - Tausende Bürger unterstützen bereits unsere Forderung, das Uralt-AKW zu schließen. Auch in der Politik herrscht über alle Parteigrenzen hinweg ein breiter Schulterschluss, dem sich jetzt auch der Grazer Bürgermeister mit klaren Worten anschließt.

Von der Umweltministerin bis zum stellvertretenden Landeshauptmann, von der Sozial-Landesrätin bis zu den Klubobleuten im Landtag - selten war sich die politische Landschaft in der Steiermark so einig wie in Sachen des veralteten Kernkraftwerks in Krško. Gemeinsam mit mehr als 47.000 Unterzeichnern der Petition von Global 2000 und der „Krone“ zur Schließung der tickenden Zeitbombe haben sie ein klares Zeichen gegen die gefährliche Atomkraft gesetzt.

In diese große Zahl besorgter Steirer reiht sich nun auch der mächtige Grazer ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl ein. „Uns muss allen klar sein, dass man sich auf einen etwaigen Super-GAU in Krško einfach nicht vorbereiten kann“, stellt er im Gespräch mit der „Krone“ klar. „Wenn ich die Meldung über einen Störfall in Krško erhalte, ist die radioaktive Wolke wohl schon längst über uns - und was soll ich dann tun? An 300.000 Menschen Jod-Tabletten verteilen und ihnen gut zureden?“

Deshalb setzt Nagl nicht auf eine Politik mit erhobenem Zeigefinger, sondern auf ein Miteinander mit unseren südlichen Nachbarn. „Nur mit unseren Freuden in Slowenien erreichen wir unser Ziel. Mit dem Atomkraftwerk in Krško haben wir eine gemeinsame Bedrohung, ein gemeinsames Problem, aber auch eine gemeinsame Chance“, stellt der Stadtchef der Murmetropole klar.

Nagl ist optimistisch, dass mit einem Schulterschluss über alle Partei- und Landesgrenzen hinweg das für viele Unmögliche eintreten kann: die Abschaltung des Schrott-Meilers und die Verhinderung eines geplanten neuen Reaktors. „Ich hoffe, dass die Verantwortlichen der Republik, des Landes, aber auch die Bürgermeister, die mit Slowenien verbunden sind, gemeinsam mit den dortigen Verantwortlichen nach ökonomisch und ökologisch ausgewogenen Alternativen suchen. Durch enge Kooperation mit befreundeten Nachbarn kann Unglaubliches gelingen.“Marcus Stoimaier

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