21.07.2021 08:26 |

Mühlberger und Co.

Irre Temperaturen in Tokio - Training in der Sauna

Zustände wie in einem Treibhaus bereiten in Japan den Athleten in den Freiluft-Sportarten große Probleme: über 30 Grad und mehr als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Aber diese Not macht viele erfinderisch - das Ergebnis: Training auch in der Sauna.

Tokio, klimatische Bedingungen am Eröffnungstag der Olympischen Spiele: 32 Grad mit rund 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. In einem Treibhaus ist es angenehmer. Alle, die in den kommenden zwei Wochen in Japan im Freien um Gold kämpfen, stehen vor einem Riesenproblem. Eine derartige Kombination von Hitze und Feuchtigkeit gibt es normalerweise bei Wettkämpfen nicht.

„Diese Feuchtigkeit ...“
„Mir liegt die Hitze ja“, sagt Gregor Mühlberger vor dem Rad-Straßenrennen am Sonntag auf den Fujiyama, „aber diese Feuchtigkeit ...“ Im Olympiazentrum in Salzburg-Rif wurde daher versucht, das Tokio-Klima zu simulieren. Training auf der Rolle in der Dampfkammer oder auch in der Sauna.

Die Mountainbikerin Laura Stigger hingegen schlüpfte in ihrer Olympia-Vorbereitung beim Training im sommerlich heißen Tirol in eine Regenjacke: „Eine besondere Challenge“, stöhnt die Tirolerin. Da rann der Schweiß in Strömen.

„Das Wasser ist warm, sehr warm“
Auch die Kanuten haben in Japan mit der Affenhitze zu kämpfen. Die Nähe zum Wasser ist da keine Erleichterung. Im Gegenteil: „Normalerweise kühlt das Wasser, stimmt. Aber hier ist das Wasser warm, sehr warm. Das macht’s noch ärger“, klagte Felix Oschmautz. Die mitgebrachten Kühljacken konnten nicht verwendet werden - sie sind geschmolzen!!! So müssen konventionelle Kühler her: Eis in den Nacken, kalte Getränke.

Ab ins Eisbad!
Lukas Weißhaidinger, der derzeit um 1 Uhr Früh aufsteht und ab 3 Uhr trainiert (um die Tokio-Zeit zu simulieren), wird sich in Tokio in ein Eisbad setzen.

Und Kletterer Jakob Schubert hat ein Extra-Kilo Magnesium im Gepäck: Da die Wettkämpfe im Freien stattfinden werden, besteht aufgrund der Feuchtigkeit große Rutschgefahr bei den Griffen - und die wird mit Magnesium, genannt „Chalk“ (englisch Kreide), bekämpft.

Georg Fraisl
Georg Fraisl
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