Naturjuwele:

6900 Stunden Handarbeit für Alm mit Zukunft

Klare Luft, guter Most, lauschige Hütten. Das wünscht man sich von Almen, den „grünen Dächern“ im Land. Aber Sonnenschein allein genügt dafür nicht, es braucht viel Engagement von Bewirtschaftern wie Hans Englbrecht, Franz Kirchschlager und Erwin Engleitner. Sie haben die Hintere Sandlingalm zwischen Bad Ischl und Goisern in den letzten 10 Jahren neu und nachhaltig erschlossen.

Fünf Bergbauern halten das Weiderecht für 42 Rinder und 4 Pferde auf der Hinteren Sandlingalm, die zwischen Bad Ischl, Bad Goisern und Altaussee liegt. Ihre Bewirtschaftung geht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Doch die Alm ist längst in der Zukunft angekommen: In den letzten zehn Jahren wurden von der Almgemeinschaft neue Weideflächen geschaffen und neue Zufahrtswege.

Mit Blick auf Nachhaltigkeit
„Wir haben sicher 3400 Handarbeitsstunden und mehr als 420 Traktorstunden an Eigenleistung erbracht“, sagt Erwin Engleitner, Sprecher der Alm. Man baute auch die Hütte neu, noch einmal mit 3500 Stunden Handarbeit, was rund 40 Prozent der Gesamtprojektkosten entspricht. „Wir wollen eine nachhaltige Bewirtschaftung etablieren“, sagt Engleitner, was für die Existenzsicherung der weideberechtigten bergbäuerlichen Betriebe wichtig ist. Auch das Land Oberösterreich half mit Förderungen mit.

Land OÖ unterstützt
Derzeit werden in allen Almregionen Oberösterreichs Neuordnungsprojekte von Wald und Weide durchgeführt. Und es gibt vielfältige Unterstützungsmaßnahmen, u.a. bei der „Errichtung von regionaltypischen Holzdächern“ auf Almgebäuden. Insgesamt wurden seit 2007 in OÖ 35 neue Hütten errichtet, weitere sind in Bau und Planung. „Unsere Almen haben einen hohen Wert – agrarisch, kulturell, ökologisch“, sagt Landesrat Max Hiegelsberger. Jährlich werden 30 bis 60 Almförderprojekte abgewickelt.

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Dienstag, 21. September 2021
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