16.07.2021 06:38 |

Hinweise auf Hacker

Ransomware: USA bieten zehn Mio. Dollar „Kopfgeld“

Im Kampf gegen Cyberangriffe hat Washington zehn Millionen Dollar Belohnung für Informationen über im Ausland ansässige Hacker ausgesetzt. Jeder, der zur Identifizierung und Ergreifung von Kriminellen hinter sogenannten Ransomware-Attacken beiträgt, bekommt zehn Millionen Dollar (rund 8,5 Millionen Euro) ausgezahlt, wie das US-Außenministerium am Donnerstag mitteilte. Den USA geht es um Hackergruppen, die sie vor allem in Russland vermutet.

Die Regierung stellte außerdem eine Website vor, die Unternehmen, Gruppen und Individuen Richtlinien bietet, wie sie sich schützen und auf Cyberangriffe reagieren können. „Da Ransomware-Angriffe auf der ganzen Welt weiter zunehmen, müssen Unternehmen und andere Organisationen ihre Cybersicherheit priorisieren“, sagte Staatssekretär Alejandro Mayorkas vom Department of Homeland Security.

Cyber-Kriminelle hätten es auf kritische Infrastrukturen, kleine Unternehmen, Krankenhäuser, Polizeidienststellen, Schulen und mehr abgesehen. Diese Angriffe hätten „direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Amerikaner und auf die Sicherheit unserer Nation“, so Mayorkas. „Ich fordere jede Organisation in unserem Land auf, diese neue Ressource zu nutzen, um zu lernen, wie sie sich vor Ransomware schützen und ihr Cybersecurity-Risiko reduzieren kann.“

Florierendes Geschäft
Bei Angriffen mit Ransomware sperren oder verschlüsseln Hacker die Computersysteme ihrer Opfer, um von den Nutzern Geld für die Freigabe ihrer Daten zu erpressen. Viele der Angreifer sitzen nach Erkenntnissen von Cybersicherheitsexperten in Russland oder den ehemaligen Sowjetrepubliken.

In diesem Jahr gab es bereits eine Reihe von Ransomware-Angriffen, die Tausende Firmen trafen. Besonders schwer waren die Attacken auf eine große US-Pipeline sowie zuletzt die Software-Firma Kaseya. Unternehmen hätten im vergangenen Jahr rund 350 Millionen Dollar gezahlt, um ihre Daten zurückzubekommen, erklärte das US-Heimatschutzministerium - ein Anstieg von mehr als 300 Prozent gegenüber 2020.

75 Prozent aller Ransomware-Angriffe beträfen jedoch kleine Unternehmen und blieben von der Öffentlichkeit oft unbemerkt.

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