Baumann wählte eine zu riskante Linie. Bis ins Ziel fasste der Tiroler 1,10 Sekunden Rückstand aus. Baumann: "Die Leistung war okay. Leider ist mir oben an einer Stelle, an der ich schon mehrmals gepatzt habe, wieder ein Fehler passiert. Dort sind die entscheidenden Hundertstel liegengeblieben, aber ich muss mich sicher nicht schämen."
Zweitbester Österreicher wurde Michael Walchhofer, der erste Starter des ÖSV-Quartetts. 35-jährige Ski-Oldie aus Zauchensee hatte während seiner gesamten Fahrt Probleme und schließlich 1,87 Sekunden Rückstand. "Ich hatte mit den Sichtverhältnissen zu kämpfen, aber wenn man so weit hinten ist, muss man keine Ausreden mehr suchen", sagte Walchhofer enttäuscht. Auch Klaus Kröll kam mit den Bedingungen auf der Kandahar nicht zurecht. Der "Bulle aus Öblarn" musste eine bittere Nierderlage hinnehmen und wurde nur Elfter.
Aus dem ÖSV-Team ging es nur Hannes Reichelt, Gewinner der Silbermedaille im Super-G, noch schlechter. Der Radstädter belegte nach einer völlig misslungenen Fahrt nur Rang 16. Im vierten WM-Rennen in Garmisch-Partenkirchen blieb Österreich damit erstmals ohne Medaille.
Strahlender Sieger
Dafür strahlte der verdiente Sieger umso mehr. "Es ist großartig. Ich habe harte Zeiten hinter mir, aber jetzt bin ich wieder ganz oben. Danke an alle, die mir geholfen haben. Jetzt wird gefeiert", so Guay, der mit einem sehr dynamischen, kompakten und kraftvollen Ritt Gold holte. Glücklich war auch Cuche, der in Platz zwei eine gewonnene Silberne und nicht verlorenes Gold sah. Innerhofer, der am Mittwoch Gold im WM-Super-G geholt hatte, war auch am Samstag wieder sensationell unterwegs, vergab aber durch einen Fehler, der ihn weit von der Ideallinie abbrachte, eine noch bessere Platzierung. "Meine WM-Bilanz ist trotzdem ausgezeichnet", freute sich der Südtiroler.
Läufer völlig ausgepumpt
Die Kandahar-Strecke präsentierte sich so wie bei den Rennen zuvor auch am Samstag wieder im gewohnten Kleid: schnell, unruhig und eisig. Auch die Sichtverhältnisse waren durch den ständigen Licht-Schatten-Wechsel schwierig. Viele Läufer, auch Top-Athleten wie Aksel Lund Svindal und Didier Cuche, konnten sich nach der Ziellinie nicht mehr auf den Beinen halten und kamen völlig ausgepumpt zu Sturz.
Das Ergebnis:
Rang | Name | Nation | Zeit |
1 | GUAY Erik | CAN | 1:58.41 |
2 | CUCHE Didier | SUI | 1:58.73 |
3 | INNERHOFER Christof | ITA | 1:59.17 |
4 | BAUMANN Romed | AUT | 1:59.51 |
5 | SVINDAL Aksel Lund | NOR | 1:59.83 |
6 | SPORN Andrej | SLO | 2:00.25 |
7 | WALCHHOFER Michael | AUT | 2:00.28 |
8 | CLAREY Johan | FRA | 2:00.35 |
9 | FEUZ Beat | SUI | 2:00.47 |
10 | HOFFMANN Ambrosi | SUI | 2:00.48 |
11 | KRÖLL Klaus | AUT | 2:00.58 |
12 | ZURBRIGGEN Silvan | SUI | 2:00.75 |
13 | NYMAN Steven | USA | 2:00.80 |
14 | FILL Peter | ITA | 2:00.81 |
15 | MILLER Bode | USA | 2:00.83 |
16 | REICHELT Hannes | AUT | 2:00.99 |
17 | JERMAN Andrej | SLO | 2:01.16 |
18 | THOMSEN Benjamin | CAN | 2:01.18 |
19 | PERKO Rok | SLO | 2:01.50 |
20 | PARIS Dominik | ITA | 2:01.55 |
21 | BANK Ondrej | CZE | 2:01.77 |
22 | HEEL Werner | ITA | 2:01.79 |
23 | FAYED Guillermo | FRA | 2:01.99 |
24 | GANONG Travis | USA | 2:02.19 |
25 | HUDEC Jan | CAN | 2:02.45 |
26 | OLSSON Hans | SWE | 2:02.49 |
27 | ROMAR Andreas | FIN | 2:02.50 |
28 | ZRNCIC-DIM Natko | CRO | 2:02.57 |
29 | BERTRAND Yannick | FRA | 2:02.66 |
30 | MARKIC Gasper | SLO | 2:02.99 |








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