Gefahr derzeit groß

Tirols Feuerwehren sind für Waldbrände gerüstet

Tirol
01.07.2021 15:00
Spezielle Gerätschaften und geschulte Einsatzkräfte braucht es, um Waldbrände bekämpfen zu können, bevor sie weite Flächen zerstören. Tirols Feuerwehren sind dafür gewappnet. An der Landes-Feuerwehrschule gibt es Kurse zum Thema und aus dem Waldfonds des Bundes stehen 1,1 Millionen Euro zur Anschaffung von speziellen Gerätschaften bereit. 72 Einsätze gab es 2021 bereits in Tirol.

Für Tirols Wälder ist es aktuell brandgefährlich. „Der Klimawandel verschärft die Situation“, erklärt Christian Schwaninger, Vorstand der Abteilung Waldschutz des Landes. „Längere Trockenperioden erhöhen die Brandgefahr.“ Landes-Feuerwehrkommandant Peter Hölzl schildert: „Heuer sind wir bereits zu 72 Einsätzen ausgerückt.“ Bei Bränden im Forst zählt vor allem Schnelligkeit, damit sich die Feuer nicht weit ausbreiten können. Daher brauchen Tirols Feuerwehren für den Ernstfall entsprechende Ausrüstung und müssen zudem genau wissen, was zu tun ist.

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Wir haben Online-Kurse abgehalten, aber Feuerwehr ist Handwerk. Es ist wichtig, dass wir jetzt endlich wieder Schulungen in Präsenz anbieten können, damit wir auch die Praxis vermitteln können.

Georg Waldhart, Schulleiter der Landes-Feuerwehrschule

An der Landes-Feuerwehrschule in Telfs wird jedes Jahr ein Kurs zur Bodenbekämpfung von Waldbränden angeboten. Pro Lehrgang werden in Telfs bis zu 24 Feuerwehrleute aus Tirol und anderen Bundesländern ausgebildet, die ihr Wissen dann an ihre Kameraden weitergeben.

Mit speziellen Körben (links im Bild) können Ausrüstungsgegenstände vom Helikopter zum Einsatzort geflogen werden. (Bild: Fischer Andreas)
Mit speziellen Körben (links im Bild) können Ausrüstungsgegenstände vom Helikopter zum Einsatzort geflogen werden.

Und wie trainiert man nun das Löschen eines Waldbrandes? „Wir legen an Hängen auf unserem Gelände reale, sichere Feuer“, erklärt Georg Waldhart, Leiter der Landes-Feuerwehrschule. Gefällte Stämme dienen als Baumattrappen, vergrabenes Stroh und Grillkohle simulieren Glutnester.

1,1 Millionen aus Waldfonds
Diese Glutnester sind es auch, auf die die Feuerwehrleute bei echten Einsätzen achten müssen. Mit Waldbrandhacken bearbeiten sie den Boden, um die Glutnester zu finden, und löschen diese dann mit Wasser aus ihrem 20-Liter-Löschrucksack - eine schweißtreibende Arbeit. Doch wenn das Feuer in den Boden gedrungen ist, hilft nur das.

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Natürlich ist der Hubschraubereinsatz das Spektakulärste an der Waldbrandbekämpfung. Aber wirklich gelöscht wird das Feuer von den Männern und Frauen am Boden.

Georg Crepaz, Landes-Feuerwehrschule und Flugdienst

Sonst ist auch die Arbeit von Löschhubschraubern umsonst. Diese transportieren neben Wasser übrigens auch Einsatzkräfte und Gerätschaften. Die Ausrüstung ist teuer. Für die Anschaffung erhalten die Feuerwehren laut LHStv. Josef Geisler 1,1 Millionen.

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