Linzer Forscher:

„Intelligente“ Drohne sucht allein nach Vermissten

Statt mit Suchmannschaften am Boden wird in Zukunft aus der Luft nach Vermissten gesucht. Linzer Forscher haben für Drohnen eine starke „Sehkraft“ entwickelt. Mit Wärmebildern können so Menschen in Wäldern oder unter Trümmern aufgespürt werden, was Flugretter aus Österreich, der Schweiz und Deutschland interessiert.

Oliver Bimber und sein Team an der Kepler Uni entwickelten eine Drohne, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Wärmebildaufnahmen Menschen im Wald aufspüren kann. Die Drohne kann durch Hindernisse durchschauen: „Sie rechnet die Verdeckung eines Vermissten durch Bäume einfach weg“, sagt der Experte. Das funktioniert ebenso bei Trümmern von Häusern. Der „fliegende Suchhund mit acht Propellern“ könnte somit auch bei der Suche nach Erdbebenopfern zum Einsatz kommen.

Eigener Weg in der Luft
„Sehkraft“ und Können der Drohne wurden jetzt noch einmal deutlich gesteigert: „Sie entscheidet über ihren Weg in der Luft selbst und fliegt vollautonom!“, ist Bimber stolz. Ein Sprung in die Zukunft! Personensuche könnte so noch rascher und besser vonstatten gehen. Längst sind professionelle Flugretter, darunter der ÖAMTC auf die Entwicklung der Linzer aufmerksam geworden.

Längere Flugdauer angepeilt
Einen Haken gibt es: „Mit dem Elektromotor ist die Flugzeit noch auf 30 Minuten beschränkt. Wir wollen nun eine Drohne mit Verbrennungsmotor mit unserem System ausstatten, sie kann sechs Stunden fliegen.“ Das Expertenteam rund um Bimber hat sich mit der oberösterreichischen Firma Stromkind, die solche Drohnen im Programm hat, und mit Flugrettern aus mehreren Ländern zusammengetan. Gemeinsam wollen sie neue Forschungsgelder lukrieren.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Mittwoch, 28. Juli 2021
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