Bereits Minuten nach dem Abpfiff im Bernabeu-Stadion musste Reals Trainer Jose Mourinho seine Einschätzung der Lage abgeben. "Wir wollen jetzt nicht spekulieren. Die Geschichte beweist, dass es in einem Finale nie Favoriten geben wird", meinte der Portugiese. Seine zuletzt in der Meisterschaft strauchelnde Elf hatte gegen Sevilla zuvor keine überragende Vorstellung gezeigt.
Nach einem 1:0 im Hinspiel sorgte Mesut Özil (81.) erst im Finish für die Entscheidung. Der eingewechselte Neuzugang Emmanuel Adebayor (93.) legte gegen dezimierte Gegner (Gelb-Rot für Sanchez/85.) bei seinem Debüt im Bernabeu mit einem schönen Volley-Tor zum 2:0-Endstand nach. Für den von Manchester City ausgeliehenen Stürmer aus dem Togo gab es danach Lob von allen Seiten. "Er ist abgebrüht und gnadenlos", meinte Generaldirektor Jorge Valdano.
Barcelona gewinnt mit B-Auswahl
Der mit einer B-Elf angetretene FC Barcelona siegte nach einem 5:0 in der ersten Begegnung im zweiten Halbfinale bei Außenseiter Almeria mit 3:0 und erreichte zum 35. Mal das Finale. Adriano (33.), Thiago (56.) und Ibrahim Afellay (66.) trafen beim ungefährdeten Sieg für das Team von Pep Guardiola. Geschont wurden unter anderem Weltfußballer Lionel Messi, David Villa, Xavi und Torhüter Victor Valdes.
"Ins Finale zu kommen, ist sehr schwer. Und dass wir in den jüngsten drei Jahren zweimal im Finale stehen, sagt viel über unsere Spieler aus", meinte Trainer Guardiola. Rekordsieger Barcelona (25 Titel) holte den Cup zuletzt im für den Club höchst erfolgreichen Jahr 2009. Real peilt den ersten Sieg seit 1993 an. Vor 21 Jahren setzte sich "Barca" in Valencia 2:0 durch. Freuen dürfen sich die Fußball-Fans jedenfalls über ein Doppel des vielbeachteten "Clasico": Vier Tage vor dem Cup-Finale empfängt Real den Dauerrivalen in der spanischen Meisterschaft im heimischen Bernabeu.
Das in einem Spiel ausgetragene Finale wird am 20. April voraussichtlich in Valencia stattfinden.









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