12.06.2021 16:05 |

Vor deutscher Wahl

Konstantin Wecker warnt vor Schwarz-Grün

Der deutsche Liedermacher Konstantin Wecker (74) warnt vor einer schwarz-grünen Koalition in Deutschland nach der Bundestagswahl im Herbst. Mit Blick auf Österreich meint der Musiker: „Wir sehen ja in Österreich, was herauskommt, wenn Grün und Schwarz zusammengehen. Angenehm ist das nicht.“

Der selbst erklärte Anarchist wünscht die alten Grünen zurück. Auch der Pazifismus fehle der jetzigen Partei, so Wecker in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. „Alles bloß noch Realos. Auch da sehen wir wieder: Es geht um Macht“, kritisiert Wecker. Er selbst sei heute „mehr Anarcho als je zuvor“, auch wenn er in früheren Jahren für PDS (Nachfolgerin der DDR-Staatspartei SED, Anm.) und dann in weiterer Folge die Linke warb. Grund: „Weil mir alle Ideologien verdächtig sind.“

Baerbock zur grünen Spitzenkandidatin gekürt
In Deutschland wird im Herbst ein neuer Bundestag gewählt. Ein schwarz-grünes Bündnis gilt als möglich. In den Umfragen belegen CDU/CSU und Grüne derzeit die beiden Top-Plätze. Neben Armin Laschet aufseiten der Unionsparteien wird Annalena Baerbock als grüne Spitzenkandidatin in den Kampf um das Kanzleramt steigen. Baerbock wurde beim Bundeskongress der Partei am Samstag mit einer überwältigender Mehrheit zur Kanzlerkandidatin gekürt. Zugleich bekräftigten 678 von 688 Online-Delegierten die Rolle der beiden Parteichefs Baerbock und Robert Habeck als Wahlkampf-Spitzenduo - das entspricht 98,55 Prozent der abgegebenen Stimmen. Über beide Punkte entschieden die Delegierten in einer einzigen Abstimmung.

Gabor Agardi
Gabor Agardi
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