01.06.2021 08:25 |

Zeuge dringend gesucht

Wild-West-Kulisse Koralm: Suche nach totem Wolf

Erst kürzlich sorgte ein erschossener Steinadler, der in der Tiefkühltruhe eines steirischen Tierpräparators gefunden wurde, für Schlagzeilen. Jetzt steht ein illegal getöteter Wolf im Zentrum polizeilicher Untersuchungen. Schauplatz ist einmal mehr die weststeirische Koralm, drei Männer stehen im Verdacht, in diesen abstoßenden Fall von Tierquälerei verwickelt zu sein.

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Als Außenstehender kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass im Koralm-Gebiet für Jäger nur wenige Regeln gelten. Immer wieder kursieren wilde Gerüchte um illegale Abschüsse; jenes, wonach sich in der Tiefkühltruhe eines Präparators ein toter Steinadler befinden soll, hat sich zuletzt ja auch bestätigt. Ein Mann, der das Tier geschossen haben soll, wurde jedoch mittlerweile rechtskräftig freigesprochen.

Mehrere Hausdurchsuchungen
Jetzt musste die Polizei abermals ihre Ermittlungen in der Region aufnehmen, wieder steht der Vorwurf der Tierquälerei im Zentrum. Konkret geht es um den Verdacht, dass im Jahr 2019 ein Wolf auf der Koralm erlegt worden sein soll. Bei drei Männern wurden Hausdurchsuchungen vorgenommen, noch konnte der Wolf nicht sichergestellt werden.

Fotos von getötetem Tier beschäftigen Behörden
Eine weitere Parallele: eine anonyme Anzeige, die die Untersuchungen ins Rollen brachte. Darin waren nicht nur unzählige Details zur mutmaßlichen Tat beschrieben, sondern es waren auch Fotos beigelegt, auf dem der getötete Wolf gut erkennbar zu sehen ist.

Zeuge gesucht
Die Behörden interessiert nun vor allem eines: Wer der Adressat der Anzeige ist. Diese Person gilt als wichtigster Zeuge in dem Verfahren, weshalb man um Mithilfe bittet: „Die Anonymität des Anzeigers kann laut Strafprozessordnung gewahrt bleiben, der Zeuge muss nichts befürchten“, bestätigt Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz auf „Krone“-Anfrage die heikle Angelegenheit.

Die passende Fotokulisse hat man übrigens bereits gefunden, jetzt hofft man, auch noch an den Wolf heranzukommen.

Hinweise ans Landeskriminalamt werden unter 059/133-60 3333 erbeten.

Monika Krisper
Monika Krisper
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