14.05.2021 14:00 |

Zwischenbilanz

Zwei Millionen Gratis-Tests für die Tiroler

Testen, testen, testen! Diesen Schlachtruf im Kampf gegen die Pandemie haben Politiker unzählige Male geäußert. Seit Anfang März gibt es neben Teststraßen auch das Angebot der kostenlosen Corona-Selbsttests für Zuhause. Die „Tiroler Krone“ hat sich bei den Apotheken im Land, über die die Tests bezogen werden können, umgehört, wie es um die Nachfrage bestellt ist.

„Anfang März bei den ersten Tests war der Ansturm groß, dann wurde es etwas ruhiger“, heißt es in der Festungs-Apotheke in Kufstein. Nun steige die Nachfrage wieder. „Vermutlich, weil die Tests bald ja auch als Eintrittskarte in Gastronomie und Co. genutzt werden können.“ Beim Alter der Personen, die die Tests holen, merke man eine Durchmischung. In den Monaten März und April habe man im Schnitt bis zu 1200 Testkits ausgegeben.

Ähnlich verhält es sich auch in der Rosenapotheke in Kitzbühel. Die Nachfrage quer durch alle Altersklassen sei bisher „durchgehend vorhanden“, wird betont. Bei den Zahlen liege man in etwa gleichauf mit der Festungs-Apotheke.

„Spreche die Kunden aktiv auf die Tests an“
Schauplatzwechsel ins Oberland: Dort heißt es vom Leiter der Pontlatz-Apotheke in Landeck, dass es „am Anfang einen Mangel gab, dann einen Überschuss“. Deswegen spreche er „jeden Kunden, der kommt, aktiv auf die Tests an, da ich eine regelmäßige Testung als wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie erachte“. Mittlerweile würden die älteren Semester weniger häufig die kostenlosen Tests mitnehmen. „Weil ja schon die meisten geimpft sind“, vermutet der Leiter, der vorrechnet, dass man im April 800 Tests verteilt habe.

„Am Wochenende steigt die Nachfrage an“
In der Ötztal-Apotheke in Sölden hatte das Personal zu Beginn „Angst, dass wir die Tests gar nicht loswerden“. Diese Angst blieb unbegründet. „Die Leute, jung und alt im selben Ausmaß, holen die Pakete fleißig ab.“ Angaben zu den Zahlen könne man aber nicht machen. Eine interessante Beobachtung machte man in der Bahnhof Apotheke in Innsbruck. Nachdem im März noch wesentlich mehr Tests abgeholt wurden, habe sich die Nachfrage mittlerweile eingependelt. „Kurz vor dem Wochenende steigt sie aber merklich stärker an als unter der Woche“, wird mitgeteilt. Mehrere hundert Tests werde man im Monat los, „das Kontingent hat bisher immer ausgereicht“.

In der Apotheke zur Universität wiederum konnte beobachtet werden, dass sehr viele junge Tiroler nach den Gratis-Tests fragen. „Der Grund dürfte die Nähe zur Klinik sein. Wir vermuten, dass das junge Personal das Angebot stark nutzt“, heißt es gegenüber der „Krone“. Doch trotzdem sei das Kontingent bisher in ausreichender Menge zur Verfügung gestanden.

Apropos Kontingent: Wie die Apothekerkammer auf Anfrage mitteilt, wurden bisher insgesamt zwei Millionen Wohnzimmertests nach Tirol geliefert.

Manuel Schwaiger
Manuel Schwaiger
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