12.05.2021 06:01 |

Nur vage „Aufklärung“

Jagd-Affäre: Bären-Trophäe bleibt in Rumänien

Viele Neuigkeiten zur von der „Krone“ aufgedeckten Jagdaffäre rund um einen in Rumänien erschossenen Bären: Dazu ermitteln jetzt, wie berichtet, auch Anti-Korruptionseinheiten, auch die EU hat Untersuchungen angekündigt. Endgültige Aufklärung hatte man sich vom rumänischen Ministerium erwartet - was da an Statements kam, war aber, regionalen Medien zufolge, vage. Die Trophäe darf nicht außer Landes. . .

„Wir hatten uns wesentlich mehr an gesicherten Erkenntnissen vom Ministerium erwartet“, ist Gabriel Paun von „Agent Green“, der die Affäre ins Rollen gebracht hatte, enttäuscht. Tatsächlich bleibt man fundierte Antworten schuldig.

Ob es sich beim vom Prinzen Emanuel von und zu Liechtenstein erlegten Bären (dass er ein Tier geschossen hat ist von ihm selbst bestätigt) um „Arthur“, einen der größten Europas, handelte, oder um ein legal erlegtes, kleineres Problemtier, bleibt unklar. „Es ist zweifellos ein riesiger Bär geschossen worden. Ob aber dieser Probleme verursacht hat, konnte durch nichts belegt werden“, weiß Ramona Tintea von „Pro TV“.

Insider orten Bürokratie-Trick
Alles etwas mysteriös. Der Umgang mit Bären durch das Ministerium wird extern ja auch in Frage gestellt ...

Man wolle die Tötung von Problembären, so das Ministerium am Dienstag, künftig durch die örtliche Jagdgenossenschaft „erledigen“ lassen; ein Trick, urteilen Insider; denn man könne auch aus dem Ausland dieser Gemeinschaft beitreten ...

Trophäe bleibt in Rumänien
Der Schütze wird sich wohl nicht über die Trophäe freuen dürfen. Sie brachte (wie berichtet) laut Jagdreport fast 593 von 600 Punkten; Trophäen mit einem Wert über 580 sollen künftig in rumänischen Museen ausgestellt werden. Dürfte also schon etwas Besonderes gewesen sein, dieser Bär ...

Das Interesse an der Jagd-Affäre war jedenfalls riesig. Auch Medien in Japan, in Australien, sogar die „Washington Post“ sowie die englische „Times“ haben Berichte über den Abschuss und Prinz Liechtenstein gebracht.

Christa Blümel
Christa Blümel
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