27.04.2021 09:36 |

Haushaltsenergiepreise

Sprit, Strom und Heizen wurden wieder teurer

Die Preise für Haushaltsenergie sind in Österreich im März wegen der anziehenden Spritpreise erstmals wieder über Vor-Corona-Niveau gelegen. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) kletterte innerhalb eines Jahres um 5,0 Prozent - die allgemeine Teuerungsrate betrug dagegen lediglich 2,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Februar stiegen die Energiepreise um 2,5 Prozent, während der VPI um 1,1 Prozent zulegte. Karina Knaus, Leiterin des Centers Volkswirtschaft, KonsumentInnen und Preise in der Österreichischen Energieagentur, fast die Entwicklung im Video oben zusammen.

Am stärksten verteuerte sich Sprit: Superbenzin kostete um 7,0 Prozent mehr als ein Jahr davor, Diesel um 6,1 Prozent mehr. Gegenüber dem Vormonat Februar verteuerte sich Super um 4,9 Prozent und Diesel um 4,4 Prozent. Für Heizöl musste im Jahresabstand um 3,5 Prozent mehr bezahlt werden und binnen Monatsfrist um 3,3 Prozent mehr.

Ölheizung kein billiges System mehr
Eine Ölheizung sei selbst bei niedrigen Heizölpreisen kein billiges Heizsystem, betonte dazu der Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, Peter Traupmann - auch wenn im vergangenen Winter die Preise für Heizöl so niedrig wie das letzte Mal vor fünf Jahren gewesen seien. Beim Heizkostenvergleich befand sich die Öl-Brennwert-Heizung bei einem durchschnittlichen, thermisch nicht sanierten Einfamilienhaus auch bei den niedrigen Heizölpreisen des Vorjahres nie unter den Top 3 der kostengünstigsten Heizsysteme, so Traupmann.

Im Neubau sei der Ölkessel-Einbau schon seit dem Vorjahr unzulässig - daher seien die laufenden Energiekosten die relevante Vergleichsgröße. Genau auf den Bestand an Ölheizungen ziele auch die „Raus aus Öl und Gas“-Förderaktion des Klimaschutzministeriums ab.

Geringe Steigerung bei Holz und Fernwärme
Für Holzpellets blieben die Preise im März gegenüber dem Vormonat Februar unverändert und gaben im Jahresvergleich um 1,8 Prozent nach. Brennholz kam 0,1 Prozent teurer als im Vormonat, wurde aber zum Vorjahr um 0,6 Prozent günstiger.

Für Fernwärme blieben die Haushaltspreise gegenüber dem Vormonat Februar gleich, binnen Jahresfrist sanken sie um 1,0 Prozent. Gas verteuerte sich gegenüber Februar um 1,3 Prozent und innerhalb eines Jahres um 2,2 Prozent. Strom kostete für Privathaushalte im März gleich viel wie im Vormonat, aber um 5,6 Prozent mehr als ein Jahr davor.

Michaela Braune
Michaela Braune
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 18. Mai 2021
Wetter Symbol